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JULIA und ROMEO im Einsatz für die Materialforschung

26.11.1996 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

JULIA und ROMEO im Einsatz fuer die Materialforschung

Einweihung der Teilchenbeschleunigeranlage "JULIA" am Institut fuer Festkoerperphysik der Universitaet Jena

Ein neuer Teilchenbeschleuniger mit dem poetischen Namen "JULIA" (Jena University Laboratory for Ion Acceleration), der zu den leistungsfaehigsten dieser Art gehoert, wird am 29. November 1996 im Beisein des Thueringer Ministers fuer Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Gerd Schuchardt, an der Friedrich-Schiller-Uni- versitaet Jena offiziell eingeweiht. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Mitteln in Hoehe von mehreren Millionen Mark finanzierte Grossgeraet liefert eine Spannung von drei Millionen Volt und bildet den zentralen Teil einer Anlage zur Analyse und zum gezielten Veraendern der Eigen- schaften von Festkoerpern mit Schwerpunkt auf optischen Materia- lien. Kombiniert mit einer 400 000 Volt Ionen-Implantationsanla- ge namens "ROMEO", die im Fruehjahr 1997 installiert wird, ent- steht damit am Institut fuer Festkoerperphysik der Jenaer Univer- sitaet eine mit dieser Zielstellung international konkurrenzfaehi- ge Forschungskapazitaet in der Hochenergie-Ionenstrahltechnolo- gie. Ionenstrahlen zaehlen heute zu den unverzichtbaren Werkzeu- gen in der Festkoerper- und Materialforschung. Zentrale Bereiche moderner Hochtechnologien wie die Mikroelektronik sind ohne Materialmodifikationen durch Ionenstrahlen nicht denkbar.

Betrieben wird die Beschleunigeranlage von Wissenschaftlern und Technikern des Instituts fuer Festkoerperphysik, dessen Arbeits- gruppen auch die Hauptnutzer sein werden. Eingebunden sind auch die weiteren physikalischen Institute der Universitaet sowie das Jenaer Institut fuer Physikalische Hochtechnologie und das Fraun- hofer-Institut fuer Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena. Forschungskooperationen mit auswaertigen Wissenschaftlern sind eingeplant, erste Kontakte mit Forschungsgruppen in Berlin, Erlangen, Genf, Goettingen, Ilmenau und Konstanz bereits ge- knuepft. Da der Bedarf an Messzeiten gross ist, wird die Anlage oft rund um die Uhr und an den Wochenenden betrieben werden. Hier erwarten sich die Physiker von der weitgehend computerisierten Steuerung des Hauptbeschleunigers Erleichterungen beim Routine- betrieb.

Kontakt: Friedrich-Schiller-Universitaet Jena Institut fuer Festkoerperphysik Direktor Prof. Dr. Wolfgang Witthuhn Tel.: (03641)6 35866/6 35869 Fax: (03641)6 35854

Hinweis an die Redaktionen:

Die Einweihung der Beschleunigeranlage "JULIA" am Institut fuer Festkoerperphysik der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena findet am 29. November 1996, 10.00 Uhr, im Hoersaal 1, Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena, statt. Um 10.30 Uhr haelt Prof. Dr. Klaus Bethge, Universitaet Frank- furt/Main, den Festvortrag zum Thema "Beschleuniger, nur ein Hilfsmittel?". Daran anschliessend kann die Anlage besichtigt werden.

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