Telearbeit im Test18.02.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Bochum, 18.02.1998 Nr. 42 Telearbeit im Test Dreifache Mutter arbeitet fortan von Zuhause Projekt an der RUB gestartet Am 1. Januar 1998 ist an der Beratungs- und Informationsstelle Forschungsförderung der RUB (BIF) ein vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW gefördertes Projekt ,Alternierende Telearbeit für Frauen im Wissenschaftsbereich unter Nutzung von Videoconferencing" angelaufen. Das Projekt wird mit einer Anwenderin (einer Mutter von drei Kindern) getestet und soll zunächst sechs Monate laufen. Flexibilität garantiert Der Einsatz leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologie schreitet in der freien Wirtschaft immer mehr voran. Er bietet gerade für die Einbindung von qualifizierten Arbeitnehmern, die aufgrund ihrer familiären, persönlichen Situation auf eine flexible Arbeitsgestaltung angewiesen sind, Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten weiterhin dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen zu können. Dies kommt beiden Seiten - Arbeitnehmer wie Arbeitgeber - zugute. Auch für den öffentlichen Sektor ist es notwendig, beizeiten in aussagekräftigen Pilotanwendungen die neuen Technologien zu erproben. Berufseingliederung Ziel des Projektes ist es, nicht nur die Möglichkeiten des Videoconferencings in der täglichen Verwaltungspraxis zu erproben, sondern generell den Einsatz der Tele- arbeit im öffentlichen Dienst, insbesondere als Berufseingliederungsmöglichkeit für Arbeitnehmer(inne)n mit Kindern zu erproben. Hierbei sollen Schwierigkeiten und Vorteile in der praktischen Anwendung erfahren und parallel dazu dokumentiert werden. Daheim und an der UniDie Projektanwenderin ist Mutter von drei Kindern im Alter von einem Jahr (Zwillinge) und dreieinhalb Jahren. Sie verfügt über ein Arbeitszimmer an ihrem Heimatort. Zur Ausrüstung des Telearbeitsplatzes wurden ein PC mit integriertem Videokonferenzsystem und ein Drucker angeschafft sowie ein ISDN-Anschluß installiert. Im Rahmen des auf sechs Monate angelegten Projektes wird die Projektanwenderin abwechselnd an ihrem Arbeitsplatz in der Universität und an ihrem Heimarbeitsplatz tätig werden. Sofern es sich insbesondere um beratende Tätigkeit im Zusammenhang mit Forschungsförderanfragen handelt, soll getestet werden, inwieweit das Videokonferenzsystem über die technische Anwendung hinaus in der konkreten Beratungssituation angenommen wird und sich mit der ,normalen" Gesprächssituation vergleichen läßt. Signalwirkung Die BIF der RUB erhofft sich, durch dieses Projekt Signalwirkung für die Verwaltung und interessierte Angestellte zu erzielen und so die Verbreitung von angepaßten Lösungen für andere Verwaltungsbereiche anzustoßen sowie Lösungsvorschläge für die mit der alternierenden Telearbeit eventuell verbundenen Probleme in der Praxis herausarbeiten zu können. Weitere Informationen Petra Henseler, Ruhr-Universität Bochum, Beratungs- und Informationsstelle Forschungsförderung (BIF), Forum Nord-Ost, 44780 Bochum, Tel. 0234/700.3024, Fax 0234/7094.684, E-mail petra.henseler@ruhr-uni-bochum.de
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