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Indras Netz

23.10.1997 - (idw) Universität zu Köln

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Indras Netz

Das Ostasiatische Seminar, Abteilung Japanologie der Universitaet zu Koeln ist Mitveranstalter einer Tagung, die unter dem Titel "Indras Netz. Globale Vernetzung als kulturelle Herausforderung. Ein Dialog Europa - Japan" vom 31. Oktober bis 2. November 1997 im Koelner Guerzenich stattfindet. Hauptveranstalter ist die disegno Gesellschaft fuer interkulturelle Studien e.V. in Muenchen.

Internationale Vernetzung veraendert das Leben und die Gesellschaft weltweit. Diese Veraenderungen sind eine kulturelle Herausforderung in Ost und West. Am Symposium diskutieren Philosophen und Naturwissenschaftler aus Japan und Europa ueber Ursachen und Wirkungen dieses Wandels. Beteiligt sind als Referenten Professor Joseph Weizenbaum MIT, Professor Tomonobu Imamichi (Philosoph), Professor Erwin Laszlo, Club of Rome, Wissenschaftlicher Berater der UNESCO, Professor Klaus M. Meyer-Abich (Naturphilosoph), Professor Ryòsuke Ohashi (Philosoph), Professor Franz Josef Radermacher (Mathematiker), Professor Nobushige Sawada (Philosoph), Professor Antje von Graevenitz (Kunsthistorikerin), Professor Franziska Ehmcke (Japanologin) sowie Dr. Caroline Ebertshaeuser (Kunsthistorikerin). Leitmotiv ist das mythische Bild vom kosmischen Netz des buddhistischen Schutzgottes Indra. In diesem Netz sind in jedem Knoten Kristallperlen eingewoben. In jeder Perle spiegelt sich das ganze Netz, aber gleichzeitig spiegelt sich jede Perle in der jeweils Anderen. Dieses alte Bild von der Einheit allen Seins ist inspirierendes Sinnbild zeitgenoessischen Denkens, dass in einer sich staendig wandelnden Welt Verbundenheit, Einheit und die Rolle des Einzelnen neu betrachtet. Referiert werden unter anderem Themen zu einer zeitgemaessen Ethik, die in einer Informationsgeellschaft der weltweiten Globalisierung Rechnung tragen. Zu diesem aktuellen Dialog leistet die japanische Geisteswelt einen zentralen Beitrag. Vergessene europaeische ganzheitliche Weltsichten, mystische Schau und moderne Impulse erweisen in diesem Rahmen ihre Vitalitaet und aktuelle Gueltigkeit. Naehere Informationen enthaelt das beigefuegte Faltblatt.

Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin fuer Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Anke Brunn, die ebenso wie Oberbuergermeister Norbert Burger und der Direktor des Japanischen Kulturinstituts, Takashi Ueda, zur Eroeffnung des Symposiums sprechen werden. Karten sind an der Tageskasse erhaeltlich. Der Eintrittspreis Symposium pro Person betraegt 180,00 DM, der Einzeleintrittspreis Einzeltag pro Person 80,00 DM. Studenten erhalten 50 Prozent Ermaessigung.

Verantwortlich: Dipl.-Pol. Frank Krabbe

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