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Binationaler Studiengang

10.07.1997 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

upm-Pressemitteilung der Universitaet Muenster 276/97 - 10. Juli 1997

Start frei fuer internationales Studienangebot

Abkommen zwischen den Universitaeten Muenster und Nijmegen unterzeichnet

Zwei Universitaeten, ein gemeinsamer Studiengang: Mit ihrer Unterschrift besiegelten die Rektoren der Westfaelischen Wilhelms-Universitaet und der Katholieke Universiteit Nijmegen, Prof. Dr. Gustav Dieckheuer und Prof. Dr. Theo J. M. van Els, nun auch offiziell die Einrichtung eines gemeinsamen, binationalen Studiengangs "Deutschland-Niederlande-Studien". Feierlich unterzeichent wurde die entsprechende Erklaerung am vergangenen Mittwoch (9. Juli 1997) auf Schloss Moyland am Niederrhein.

Damit ist der Weg frei: Zum kommenden Wintersemester koennen die ersten Studierenden ihre Ausbildung in diesem neuen Studiengang aufnehmen, der an der Universitaet Muenster vom Zentrum fuer Niederlande-Studien und an der Universitaet Nijmegen vom Centrum voor Duitsland-Studies angeboten wird. Das neue, gemeinsame Studienangebot ist ein weiterer Schritt zur Intensivierung der schon seit Jahren engen Zusammenarbeit zwischen den Universitaeten Muenster und Nijmegen und insbesondere zwischen den beiden beteiligten Zentren.

Rektor Prof. Dr. Gustav Dieckheuer unterstrich waehrend der Feierstunde in Moyland die Bedeutung binationaler Studiengaenge fuer ein zusammenwachsendes Europa. Dabei koennten die Deutschland-Niederlande-Studien durchaus der Auftakt sein fuer zusaetzliche bilaterale Studienangebote der Universitaet Muenster auch mit anderen Fachbereichen der Universitaet Nijmegen. Auch Kooperationen im Bereich der Lehre mit weiteren niederlaendischen Hochschulen seien wuenschenswert, so Dieckheuer. Fuer Prof. Dr. Theo van Els, Rektor der Universitaet Nijmegen, sind solche gemeinsamen, binationalen Studiengaenge unter anderem eine gute Moeglichkeit, neue Ideen und wertvolle Erfahrungen in wissenschaftlicher, aber auch persoenlicher Hinsicht auszutauschen.

Prof. Dr. Horst Lademacher, Direktor der Zentrums fuer Niederlande-Studien in Muenster, wies in Moyland darauf hin, dass Europaeisierung mehr sein muesse als ein politischer und wirtschaftlicher Zusammenschluss. Was wir brauchen, ist ebenfalls die Entwicklung einer europaeischen Mentalitaet, eines europaeischen Bewusstseins in den Koepfen , so Lademacher am Mittwoch. Dazu koennten die Universitaeten mit europaeischen Studienangeboten entscheidend beitragen. Unterstuetzung fuer weitere derartige Projekte wurde vom Duesseldorfer Ministerium fuer Wissenschaft und Forschung signalisiert. Ministerialdirigent Michael Kleffner, der in Moyland Wissenschaftsministerin Anke Brunn vertrat, betonte, eine Internationalisierung des Studienangebots und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden sei politisch gewollt . Wir foerdern den offenen Bildungsraum griff Kleffner ein Zitat des niederlaendischen Wissenschaftsministers Ritzen auf.

Der jetzt anlaufende, achtsemestrige binationale Studiengang Deutschland-Niederlande-Studien soll den Studierenden in Muenster und Nijmegen die bestmoegliche Vorbereitung auf grenzueberschreitende Aufgaben - insbesondere der deutsch- niederlaendischen Zusammenarbeit - anbieten. Der Studiengang ist interdisziplinaer und vergleichend konzipiert und soll neben umfassenden Kenntnissen der niederlaendischen und der deutschen Sprache gruendliche wissenschaftliche Kenntnisse auf den Gebieten von Kultur, Kommunikation, Wirtschschaft, Recht, Politik und Geographie vermitteln. Zum vierjaehrigen Studium gehoert ein zwoelfmonatiger Studien- sowie ein Praktikumsaufenthalt im jeweiligen Nachbarland. Die Absolventen erhalten ein Doppeldiplom: den niederlaendischen Titel doctorandus und den deutschen Abschluss als Diplom- Regionalwissenschaftler .

Die Voraussetzungen sind somit gegeben, dass die Experten fuer deutsch-niederlaendische Angelegenheiten zukuenftig von der Universitaeten Muenster und Nijmegen kommen.


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