Theologie und Feminismus - Ringvorlesung22.04.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Bochum, 22.04.1998 Nr. 80 Traditionen im Blickwinkel Theologinnen befragen religiöse Gewohnheiten Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester an der RUB Feministische Theologie stellt an der RUB einen wichtigen Bestandteil von Forschung und Lehre dar. Gemeinsam im Sommersemester veranstalten die Evangelisch- und Katholisch-Theologische Fakultät der RUB eine feministische interdisziplinäre Ringvorlesung. Ihr Thema lautet: ,Feministische Perspektiven auf religiöse Traditionen". Die nächste Veranstaltung ist am 28. April. Es spricht Prof. Dr. Katharina Sykora (Bochum) über ,Die Schöne und der Tod - Christliche Moral und ihre Subversion in Bildern der frühen Neuzeit". Alle Veranstaltungen finden dienstags von 18.15 bis 20 Uhr im Raum GA 03/142 statt. Vielfältige Traditionen prägen den Alltag von Frauen und die Vorstellungen über ihre Geschlechterrollen (gender). Zahlreiche dieser Gewohnheiten sind im christlichen Symbolsystem verankert. Die Ringvorlesung bezweckt, aus verschiedenen Blickwinkeln diese religiösen Traditionen zu benennen. An zehn Abenden gehen die Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Universitäten Fragen nach, wie solche Traditionen im Leben von Frauen wirken und ob ein feministischer Umgang mit ihnen möglich ist. Die Veranstaltungsreihe wurde von der Kommission ,Feministische Theologie und theologische Frauenforschung" der Ruhr-Universität Bochum vorbereitet. Weitere InformationenDr. Ulrike Bail, Tel.: 0234-7002510, Dr. Charlotte Methuen, Tel.: 0234-7003076, Prof. Dr. Irmgard Pahl, Tel.: 0234-7002614 Termine und Themen 28.4.98, Prof. Dr. Katharina Sykora (Bochum): Die Schöne und der Tod. Christliche Moral und ihre Subversion in Bildern der frühen Neuzeit 5.5.98, Chana Safrai (Utrecht) / Elke Tönges (Bochum): Von Miriam, Deborah, Bruria ... bis heute. Jüdischer Feminismus in Kontinuität 12.5.98, Dr. Angela Standhartinger (Frankfurt) / Dr. Charlotte Methuen (Bochum): ,Der Altar Gottes schweift niemals umher ...". Die Witwe im Neuen Testament und in der Alten Kirche 19.5.1998, Dr. Magdalene L. Frettlöh (Bochum): Feministische Kritik und Re-Vision traditioneller Kreuzestheologie systematisch-theologisch wahrgenommen im ,Leib- und Bildraum" der Kreuzesszene des Isenheimer Altars 26.5.1998, Prof. Dr. Irmgard Pahl (Bochum): Die Frau im Spannungsfeld zwischen überkommenen liturgischen Normen und feministischen Liturgien 9.6.1998, Dr. Rita Burrichter (Bochum): Erinnern und Erzählen. Biografische Rekonstruktionen als Grundlegung einer feministischen Religionspädagogik 16.6.1998, Dr. Anke Passenier (Utrecht): ,Berufen und verrufen". Marguerite Porete und die Verketzerung der freien Beginen 3.6.1998, Magdalena Drexl (Bochum): , ... als wenn ich die Ursacherin an dem Tumult und Aufruhr wäre". Konfession als Konflikpotential am Brandenburgischen Hof um 1600 und Gabriele Jancke (Dresden): Lutherische Klosterreformation. Ursula von Münsterbergs Flugschrift von 1528 30.6.1998, Prof. Dr. Marie-Theres Wacker (Köln): Jesus, die Göttin und die Juden. Feministische Theologie im jüdisch-christlichen Kontext
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