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Wie die Bundesbank verdienen könnte

31.10.1997 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Greifswalder Uni-Pressemitteilung 60-1997 vom 29. 10.1997

BAeB hilft Deutschland Staat verliert im Jahr 350 Millionen DM durch elektronische Geldboersen

Durch die Einfuehrung elektronischer Geldboersen wie beispielsweise der von den deutschen Kreditinstituten herausgegebenen GeldKarte drohen dem Staat beziehungsweise der Deutschen Bundesbank Einnahmeverluste in einer Groessenordnung von 350 Millionen DM jährlich. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Untersuchung, die an den Universitäten Greifswald und Hannover durchgefuehrt wurde.

Die 350 Millionen DM fliessen im Gegenzug den deutschen Kreditinstituten als Mehreinnahmen zu. Darin sehen die Wirtschaftswissenschaftler Dipl.-Oek. Ole Janssen (Universitaet Greifswald) und Dr. Carsten Lange (Universitaet Hannover) die staatliche Subventionierung eines privat herausgegebenen Zahlungsmittels. Zu der Umverteilung kommt es, weil mit der Einfuehrung der GeldKarte der Bargeldumlauf und somit der Geldschoepfungsgewinn der Deutschen Bundesbank zurueckgeht. Auf der anderen Seite koennen die unverzinslichen Guthaben auf der GeldKarte von den Kreditinstituten verzinslich angelegt werden. Vermeidbar waere diese Subventionierung nach Meinung der Oekonomen durch die Einfuehrung eines Bargeldaequivalenzbetrages (BAeB). Der BAeB waere aehnlich wie die Mindestreserve als zinslose Einlage bei der Deutschen Bundesbank zu halten. Die Hoehe des BAeB wuerde sich an den auf elektronischen Geldboersen geladenen Guthaben orientieren.

Ansprechpartner fuer Nachfragen ist Dipl.-Oek. Ole Janssen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl fuer Allgemeine Volkswirtschaftslehre, insbesondere Geld und Waehrung an der Universitaet Greifswald, Telephon 03834-86-2478, Fax 03834-86-2482.

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