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Sonnenenergie lässt Handys funktionieren

05.11.1997 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Thema 5: Sonnenenergie laesst Handys funktionieren

Mobiltelefone bleiben ohne digitale Funksignalverstaerker stumm. Diese Verstaerker brauchen Strom - in abgelegenen Gegenden ein Problem. Sonnenenergie, kombiniert mit einem Zusatzstromerzeuger, uebernimmt diese Aufgabe nun zuverlaessig und kostenguenstig.

In abgelegenen Gebieten werden Repeater eingesetzt, damit Handys flaechendeckend im Mobilfunknetz erreichbar sind. Repeater empfangen per Funk die in digitale Daten zerlegten Gespraeche, bereiten sie auf und leiten sie an eine Basisstation weiter. Dazu brauchen sie Strom. In laendlichen Gegenden und in Gebirgsregionen gibt es in der Regel kein Stromnetz. Eine Versorgung der Repeater mit Hilfe von Batterien oder Verbrennungsmotoren hat Nachteile: Batterien muessen regelmaessig ausgetauscht oder nach-geladen werden, Verbrennungsmotoren brauchen staendig neuen fossilen Brennstoff.

Forscher am Fraunhofer-Institut fuer Solare Energiesysteme ISE entwickelten innerhalb des BMBF-Forschungsvorhabens "Produkte mit integrierter photovoltaischer Energieversorgung" ein Photovoltaik (PV)-Hybridsystem zur netzunabhaengigen Energieversorgung von Repeatern in Mobilfunknetzen. Es liefert zuverlaessig und kostenguenstig Strom, ist langlebig und muss nur selten gewartet werden.

Ein PV-Hybridsystem kombiniert photovoltaische Generatoren mit einem zusaetzlichen Energieerzeuger, in diesem Fall einem thermoelektrischen Generator mit Gasbrenner. Ein am Fraunhofer ISE entwickeltes computergesteuertes Energiemanagementsystem (EMS) gewaehrleistet einen vollautomatischen Betrieb des Funkverstaerkers. Scheint die Sonne, erzeugt ein im Gebaeudedach integrierter Solargenerator Energie fuer den Repeater und laedt gleichzeitig eine Batterie auf. Reicht die Sonnenkraft nicht mehr aus, uebernimmt die Batterie die Stromversorgung. Erst wenn sie leer ist - zum Beispiel waehrend einer Schlechtwetterperiode - zuendet der Gasbrenner. Er liefert dann dem Repeater den notwendigen Strom und speist die Batterie. Das EMS ist einfach programmierbar und kann den verschiedensten Kundenwuenschen entsprechend angepasst werden.

"Auch fuer die Energieversorgung von anderen netzfernen Einrichtungen, wie beispielsweise Umweltmessstationen, Flugsicherungseinrichtungen oder Verkehrsleitsystemen, eignet sich das neuartige PV-Hybridsystem", so Werner Roth aus dem Fraunhofer ISE.

Ihr Ansprechpartner fuer weitere Informationen: Dipl.-Ing. Werner Roth Telefon 07 61/45 88-2 27, Telefax 07 61/45 88-2 17 Fraunhofer-Institut fuer Solare Energiesysteme ISE Oltmannsstrasse 5, D-79100 Freiburg email: roth@ise.fhg.de

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