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Konsensusempfehlungen zur Therapie der HIV-Infektion

04.02.1998 - (idw) Robert Koch-Institut

1/98 vom 30.1.1998

Deutsch-Österreichische Konsensusempfehlungen zur Therapie der HIV-Infektion auf der RKI-Homepage im Internet

Die antiretrovirale Kombinationstherapie hat sich in den letzten Jahren zu einer komplexen Behandlungsmethode entwickelt. Sie erfordert heute überdurchschnittliche ärztliche Kenntnisse und Erfahrung. In die individuellen Therapieentscheidungen müssen eine ganze Reihe komplex miteinander in Beziehung stehender Gesichtspunkte integriert werden: - das aktuelle Wissen über die Pathogenese der HIV-Infektion - die prognostische Bedeutung der immunologischen und virologischen Laborparameter - die Gefahr der Resistenzentwicklung des HI-Virus - Kreuzresistenzen der einzelnen antiretroviralen Substanzen - Interaktionen der antiretroviralen Substanzen untereinander - Interaktionen mit anderen Medikamenten und Drogen - die Fähigkeit des Patienten zur Compliance. Die am 21. November letzten Jahres auf einer Konsensuskonferenz in München verabschiedeten Empfehlungen zur Therapie der HIV-Infektion stellen den Versuch dar, vor allem denjenigen Ärzten, die außerhalb der hochspezialisierten Behandlungszentren HIV-Patienten behandeln, Entscheidungshilfen und zusätzliche praktische Informationen zum rationalen Medikamenteneinsatz an die Hand zu geben. Noch vor der in Kürze erfolgenden Veröffentlichung der Therapieempfehlungen im Deutschen Ärzteblatt können diese ab sofort auf der Homepage des RKI im Internet (http://www.rki.de) eingesehen werden. Neben der Kurzversion, die auch im Deutschen Ärzteblatt erscheinen wird, bietet das RKI auch eine ausführlichere Version mit zahlreichen tabellarischen Übersichten und nützlichen Zusatzinformationen als pdf-Datei zum downloaden auf den eigenen PC an. In die Internet- Version der Therapierichtlinien sollen neue Erkenntnisse so schnell wie möglich integriert werden. Solche neuen Erkenntnisse sind in der Regel von größeren internationalen Konferenzen zu erwarten, von denen die nächsten Anfang Februar in Chicago und Ende Juni/ Anfang Juli 1998 in Genf stattfinden werden. Die Erarbeitung der Empfehlungen geht auf eine gemeinsame Initiative der Deutschen AIDS-Gesellschaft, des Robert Koch-Instituts und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung von HIV- und AIDS-Patienten (DAGNÄ) zurück. Die Empfehlungen werden mitgetragen von zahlreichen medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen der Betroffenen-Selbsthilfe.

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