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Biologie und Gewässerschutz

05.05.1997 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Wissenschaftlicher Pressedienst Chemie 20/97 - 5. Mai 1997

Biologie und aktueller Gewaesserschutz

Wasserchemiker nehmen internationale Wasserguete unter die Lupe

Was eignet sich besser als Ort, um den uebergreifenden Gewaesserschutz zu diskutieren, als ein internationales Gewaesser. In Lindau am Bodensee veranstaltet die Fachgruppe Wasserchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) vom 5. bis 7. Mai 1997 ihre Jahrestagung 1997 unter dem Leitthema Biologie und Gewaesserschutz.

Bei der Tagung geht es um Auswirkungen, die Chemikalien auf Algen, Bakterien, Fische und ihr Zusammenleben haben. Da diese Prozesse fuer die Gesundheit der Gewaesser eine große Rolle spielen, ist das Detailverstaendnis der ablaufenden Reaktionen wichtig. Seiner Bedeutung entsprechend muß das Thema interdisziplinaer angegangen werden; es umfaßt vor allem die Aspekte der Analytik, des Stoffeintrags durch Abwasser und Altlasten sowie der technischen Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung nachteiliger Wirkungen. Grundtenor hierbei ist die zu Gebote stehende Kosteneinsparung. - Außerdem liegen erste Ergebnisse zum Vorkommen von Arzneimittelrueckstaenden und Antiseptika in Gewaessern vor.

Da die Tragweite dieses Problembereichs zur Zeit noch nicht konkret abgesteckt werden kann, wurde vom Bundesumweltministerium sowie vom BMBF ein Schwerpunktprogramm fuer die Erfassung und Bewertung von Umwelthormonen (endokrine Wirkung) ausgeschrieben. Aufgrund vorliegender Ergebnisse stehen vielversprechende Methoden zur Problemloesung zur Verfuegung. So lassen sich die meisten organischen Belastungen mit Radikalreaktionen umsetzen. Die Reaktionsfuehrung wird dabei sinnvollerweise so erfolgen, daß ein Großteil des Totalabbaus kostenguenstig durch mikrobiologische Prozesse erreicht wird.

"Hiermit traegt die Fachgruppe aktiv und effizient dazu bei, daß der hydrologische Kreislauf als weitaus aeltester Kreislaufprozess mit der dabei bewegten groeßten Stoffmasse auch unter den Gegebenheiten einer modernen Zivilisation nachhaltig funktioniert. Mit griffigen Konzepten, die wirkungsorientiert sind, stehen wir am Anfang", so Professor Dr. Fritz H. Frimmel, Vorsitzender der Fachgruppe Wasserchemie, anlaeßlich der Lindauer Tagung.

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