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Konflikt und Konfliktbearbeitung

16.07.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Aspekte der Entstehung und Bewältigung von Konflikten stehen im Mittelpunkt der ersten Europäischen Konferenz für Verhaltensbiologie, die vom 31. Juli bis 4. August 2002 an der Universität Münster stattfindet. Gut 400 Teilnehmer werden zu dieser Tagung unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Sachser vom Institut für Neuro- und Verhaltenbiologie und Prof. Dr. Nico Michiels vom Institut für Evolution und Ökologie der Tiere der Universität Münster im Hörsaalgebäude am Hindenburgplatz erwartet. Der Kongress ist der Auftakt einer künftig alle zwei Jahre stattfindenden Europäischen Konferenz für Verhaltensbiologie, die Vertreter aller europäischen Fachgesellschaften, die sich mit dieser Thematik befassen, zusammenführt.

Die Verhaltensbiologie erforscht die biologischen Ursachen und Konsequenzen des Verhaltens. Ihre Themen reichen von der Evolution sozialer Systeme über die molekularen Grundlagen des Verhaltens bis hin zur artgemäßen Tierhaltung. Aufgrund der hohen Aktualität und Münsters historischer Bedeutung als Stadt des "Westfälischen Friedens" wurde für die erste gemeinsame Tagung aller Europäischen Gesellschaften für Verhaltensbiologie das Hauptthema "Konflikt und Konfliktbearbeitung" gewählt. Zu den Themen, die bei der Tagung erörtert werden, zählt beispielsweise der Zusammenhang zwischen Hormonen und aggressivem Verhalten. In anderen Beiträgen geht es etwa um die Frage, unter welchen Umweltbedingungen motivationale Konflikte und als Folge Verhaltensstörungen auftreten. Diskutiert werden darüber hinaus mögliche biologische Ursachen für Konflikte zwischen den Geschlechtern. In weiteren Vorträgen geht es unter anderem um bisherige Erkenntnisse über die Biologie der Versöhnung oder auch um die Erörterung von Konstellationen, die kooperatives Verhalten oder Konkurrenzverhalten fördern.

Da die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie auch wesentlich zum Verständnis der menschlichen Natur beitragen, nimmt die Öffentlichkeit an den Erkenntnissen dieser Disziplinen regen Anteil. Die Wahl Münsters als Austragungsort der ersten Europäischen Konferenz geht auf ein entsprechendes Engagement von Prof. Sachser zurück. Als derzeitigem Präsidenten der Ethnologischen Gesellschaft, dem Zusammenschluss der deutschsprachigen Verhaltensbiologen, ist es ihm im Mai 2000 gelungen, Vertreter aller Europäischen Gesellschaften, darunter zwei multinationale Gesellschaften sowie die nationalen Gesellschaften aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Spanien, in Münster zusammen zu bringen. Alle Teilnehmenden gaben ein klares Bekenntnis für eine zukünftige enge Zusammenarbeit auf europäischer Ebene ab.
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