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Neurotrauma-Forschungsverbund wird weiter gefördert

10.06.1998 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Magdeburger und Berliner Wissenschaftler arbeiten seit drei Jahren an dem gemeinsamen Forschungsverbund "Neurotrauma". Das Projekt wird auch künftig in einer zweiten Phase bis zum Jahr 2001 weiter vom Bund gefördert

Vor kurzem bestätigte das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie die weitere Förderung des seit 1996 finanziell unterstützten Forschungsprojektes "Verbund Neurotrauma Magdeburg/Berlin: Zelluläre und systemische Sekundärdegeneration und Kompensation nach Schädigung des Zentralnervensystems/Grundlagen und klinische Perspektiven". Das Gesamtfördervolumen für den Zeitraum der nächsten drei Jahre beträgt rund 3,6 Millionen ark. Beteiligt sind fünf Projekte in Magdeburg sowie drei weitere in Berlin.

Professor Bernhard Sabel, Direktor des Institutes für Medizinische Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität, und Koordinator des Forschungsverbundes, zum Anliegen der gemeinsamen Forschungstätigkeit: "Es handelt sich hierbei um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Grundlagen- und klinischer Forschung mit der Zielstellung, langfristig neue Therapien und Rehabilitationsmöglichkeiten für die Behandlung von Patienten nach Hirnschädigungen zu entwickeln." Ein wichtiger Themenschwerpunkt widmet sich hierbei der Erforschung von Möglichkeiten, verlorengegangene Hirnfunktionen zu reaktivieren.

Insbesondere bei der Entwicklung computergestützter Trainingsprogramme zur Wiederherstellung ausgefallener Sehleistungen nach Hirnläsionen kann das Magdeburger Institut für Medizinische Psychologie in den vergangenen Jahren auf erfolgreiche Resultate verweisen. Ferner beschäftigen sich Fragestellungen dieses Forschungsverbundes zum Beispiel mit der Wirkung spezieller pharmakologisch wirksamer Substanzen auf das Zentralnervensystem sowie mit Untersuchungen zur repräsentativen Früh- und Verlaufsdiagnostik nach einem Schädel-Hirntrauma.

Weitere an dem Neuro-Verbund beteiligte Magdeburger Partner sind das Institut für Pharmakologie und Toxikologie, das Institut für Physiologie, die Klinik für Neurologie sowie das Leibniz-Institut für Neurobiologie. Zu den Projektbeteiligten in Berlin gehören die Abteilung für Neurologische Rehabilitation an der FU Berlin sowie die Kinderklinik und die Neurologische Klinik am Virchow-Klinikum.
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