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Wirtschaftsjuristen treffen sich zu internationaler Fachkonferenz in Osnabrück

19.06.1998 - (idw) Universität Osnabrück

Die Stimmrechtsausübung von Aktionären in den Staaten der Europäischen Union (EU) ist das Thema einer internationalen Fachkonferenz am 25. und 26. Juni 1998, zu der das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensrecht der Universität Gent (Belgien) Wirtschaftsjuristen aus allen Staaten der EU sowie aus der Schweiz und den USA eingeladen hat.

Pressemitteilung
Osnabrück, 19. Juni 1998 / Nr. 93/98

Wirtschaftsjuristen treffen sich zu internationaler Fachkonferenz in Osnabrück
Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht als Veranstalter - Thema: "Shareholder Voting in the EU"

Die Stimmrechtsausübung von Aktionären in den Staaten der Europäischen Union (EU) ist das Thema einer internationalen Fachkonferenz, zu der das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Osnabrück in Zusammenarbeit mit dem Institut für Unternehmensrecht der Universität Gent (Belgien) Wirtschaftsjuristen aus allen Staaten der EU sowie aus der Schweiz und den USA eingeladen hat. Unter der Leitung von Prof. Dr. Theodor Baums (Osnabrück) und Prof. Dr. Eddy Wymeersch (Gent) werden sie sich mit der Frage auseinandersetzen, wie sich die Globalisierung der Wirtschaft auf die Kontrolle von Unternehmensleitungen durch die Anteilseigner ausgewirkt hat. In verschiedenen Referaten werden dazu führende Kapitalmarktrechtsexperten aus dem In- und Ausland Stellung nehmen. Diese Tagung, die unter dem Titel "Shareholder Voting in the EU" am 25. und 26. Juni 1998 an der Universität Osnabrück stattfindet, bildet den Abschluß eines rechtsvergleichenden Forschungsprojektes, das das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht auf Anregung der EU-Kommission durchgeführt hat.

Wie Prof. Baums erläutert, haben Erhebungen zur Aktionärsstruktur gezeigt, daß sich an den großen europäischen Publikumsgesellschaften immer häufiger institutionelle oder private Anleger aus dem Ausland beteiligen. Der Rechtswissenschaftler: "Von einigen Ausnahmen abgesehen, lassen diese Anleger ihre Stimmrechte verfallen." Ursachen seien hier neben fehlenden Informationen auch Sprachprobleme oder ein zu hoher Kostenaufwand. "Da die Internationalisierung weiter zunehmen wird, muß jetzt geklärt werden, wie die Rechtsordnungen der jeweiligen Länder auf die Entwicklung reagiert haben oder noch reagieren müssen und welche regulierenden Schritte auf EU-Ebene erforderlich sind", so Prof. Baums. Der Institutsdirektor: "Die bisherigen Vorschläge der Europäischen Kommission blenden den Prozeß der Internationalisierung der Anlegerschaft noch weitgehend aus." Im Rahmen der Tagung sollen daher die Ergebnisse des Osnabrücker Forschungsprojektes vorgestellt und diskutiert werden. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die EU-Staaten sowie für die Europäische Union insgesamt zu erarbeiten. Rechtsvergleichend werden dabei auch die gesetzlichen Regelungen in den USA berücksichtigt.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Theodor Baums, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften, Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht
Katharinenstraße 15, 49069 Osnabrück, Tel. (0541) 969-4536 oder -4538, Fax (0541) 969-4517
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