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Europäische Herzmedizin stellt Weichen in Münster

22.06.1998 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Vom Donnerstag bis Samstag, 25. bis 27. Juni 1998 ist Münster das Herz der europäischen Kardiologie. Der Vorstand und verschiedene Komitees der mit 29.000 Mitgliedern in 48 Ländern größten europäischen wissenschaftlichen Fachgesellschaft werden sich in Münster treffen, um unter der Leitung von Prof. Dr. Günter Breithardt, dem derzeitigen Präsidenten der Gesellschaft und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik (Kardiologie und Angiologie) der Westfälischen Wilhelms-Universität aktuelle Fragen zu diskutieren und wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Gesellschaft zu treffen.

Schon längst stehen nicht nur Fragen der Forschung und Weiterbildung der Herzspezialisten auf der Tagesordnung, sondern die Kardiologen haben sich einem viel größeren Aufgabenkreis verpflichtet. Auch wenn die moderne Kardiologie glänzende Erfolge aufzuweisen hat, die manche Menschen veranlassen, im Vertrauen auf das Können der Spezialisten nachlässig mit ihrer Gesundheit umzugehen, so können längst nicht alle Krankheiten und ihre Folgen beseitigt werden. Das Leben mit der Krankheit gewinnt daher an Bedeutung, zumal die Lebenserwartung steigt. Forschungen zur Verbesserung der Lebensqualität und die notwendige Umsetzung in die Behandlung der Patienten soll daher in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden.

Neben der Sitzung des Vorstandes wird das Komitee für die Geschichte der Gesellschaft die Vorbereitungen für die 50-Jahr-Feier im Jahre 2000 diskutieren, die eng angelehnt werden an die erstmalige weltweite Ausrichtung des Welttages des Herzens am 14. Februar 2000. Mehr als 100 Kardiologen haben sich auch in diesem Jahr beworben, um den begehrten Titel eines "Fellows" zu erlangen, der eine hohe wissenschaftliche Auszeichnung darstellt. Wichtige Zukunftsfragen werden auch im Beratungs- und Kontrollkomitee entschieden, das die strategischen Planungen des Vorstandes begleitet.

Am Freitagabend, 26. Juni, werden die internationalen Gäste von der Oberbürgermeisterin im Friedenssaal empfangen, ein angemessener Rahmen, so Prof. Breithardt, für eine Gesellschaft, die seit fast 50 Jahren die Herzspezialisten von West nach Ost friedlich vereint hat. Abschluß der Veranstaltungen wird ein halbtägiges Fortbildungsseminar für Kardiologen und Internisten sein, das am Samstagmorgen, 27. Juni, im Hörsaalgebäude des Zentralklinikums stattfindet. Die Redner, alles Mitglieder des Vorstandes und international angesehene Wissenschaftler und Ärzte, werden den neuesten Stand der Diagnostik und Therapie wichtiger Herzerkrankungen vortragen. Auch an die Gesundheit wird gedacht. Am Nachmittag radeln die Kardiologen durch Münster, um die Stadt kennenzulernen und um ihre Empfehlungen, sich körperlich zu bewegen, vorzuleben.
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