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Gründung einer Aldous-Huxley-Gesellschaft in Münster

23.06.1998 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster


Aldous Huxley (1894-1963) Die "Schöne neue Welt", vor der Aldous Huxley 1932 warnte, hat sich in manchem anders entwickelt, als es der britische Schriftsteller erwartet hatte. Sein Romantitel aber ist zum Inbegriff für die Gefahren moderner Technikgläubigkeit geworden und hat ihn weltberühmt gemacht. Weniger bekannt, aber nicht minder lesenswert sind zwei weitere literarische Utopien, eine Reihe von Romanen und ein Fülle von kritischen Essays aus seiner Feder. Dieses umfangreiche Werk bekannter zu machen und wissenschaftlich zu durchleuchten ist Ziel der Aldous-Huxley-Gesellschaft, die am 25. Juni um 17.15 Uhr im Englischen Seminar der Universität Münster (Johannisstraße 12-20, Raum 021) gegründet wird.

Initiator ist Prof. Dr. Bernfried Nugel, der bereits 1994 ein großes Huxley-Symposium veranstaltet hatte. Bei diesem Anlaß wurde auch die Idee geboren, eine internationale Huxley-Gesellschaft zu gründen. Parallel zur Gesellschaft, deren Ehrenpräsidentin Laura Huxley, die Witwe Huxleys, sein wird, soll auch eine Huxley-Forschungsstelle im Englischen Seminar der Universität Münster ins Leben gerufen werden. Aufgaben dieser Forschungsstelle sollen unter anderem eine textkritische Edition der Werke Huxleys, die Herausgabe unveröffentlichter Briefe und Vorträge und der Aufbau einer Forschungsbibliothek sein. Einige Huxley-Forscher sind bereit, Bücher aus eigenem Besitz in die Bibliothek einzubringen, so daß ein Grundstock von etwa 80 Titeln der Primär- und Sekundärliteratur gelegt ist. Dem Werk Huxleys folgend, wird die Forschungsstelle stark interdisziplinär ausgerichtet sein. Huxley (1894-1963) selber hat sich immer wieder zu beherrschenden Fragen in Literatur, Kunst, Wissenschaft, Politik, Psychologie, Ökologie, Soziologie, Philosophie und Religion nachhaltig geäußert.

Aus Anlaß der Gründung der Huxley-Gesellschaft am Donnerstag, 25. Juni 1998, um 17.15 Uhr hält am gleichen Tag bereits um 16.15 Uhr Prof. Dr. Lothar Fietz von der Universität Tübingen im Hörsaal 19 des Englischen Seminars an der Johannisstraße einen Vortrag über "Mythos, Geschichte und Utopie: Ideologie und Ideologienkritik im Werk Aldous Huxleys".
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