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Fortschritte der Frauenförderung

23.06.1998 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Frauen haben nach wie vor schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Männer. Zwar stieg die Quote der berufstätigen Frauen in den vergangenen Jahren stetig an, doch die mit Leitungsaufgaben verbundenen und meist auch besser bezahlten Spitzenjobs bleiben weitgehend dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Strategien und Wege der Frauenförderung sind deshalb Thema einer Tagung des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Münster am 26. und 27. Juni 1998 im Humboldt-Haus an der Hüfferstraße 61.

Expertinnen beleuchten kritisch die Erfolgsbilanz der Frauenförderung in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung in Deutschland und in anderen Ländern der Europäischen Union. Daneben werden Praxisfelder der Frauenförderung vorgestellt und Steuerungsmöglichkeiten der Politik untersucht.

Wie steht es um die "Frauenfrage" in Deutschland? lautet der einleitende Diskussionspunkt, dem sich die Frauenbeauftragte der Stadt Schorndorf, Dr. Edith Kirsch-Auwärter, widmet. Ihre Prognose ist eher pessimistisch: Die Anzeichen einer nachhaltigen Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft sind noch immer klar und deutlich erkennbar - umso stärker, je mehr die Spitzenpositionen ins Auge gefaßt werden.

Die Frauenförderung der Hochschulen nimmt Dr. Christine Roloff, Dozentin am Hochschuldidaktischen Zentrum in Dortmund, unter die Lupe. Über die Möglichkeiten der Frauenförderung in der Wirtschaft referiert Janine Freifrau von Friesen vom Deutschen Juristinnenbund. Zum Bereich Medien äußert sich Rita Zimmermann, erste hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Westdeutschen Rundfunks. Einen praxisnahen Einblick in die Frauenförderung von Unternehmen vermittelt Barbara David von der Commerzbank Frankfurt.

Der Samstag ist den politischen Einflußmöglichkeiten zur Gleichstellung von Frau und Mann gewidmet. Die Referatsleiterin für Grundsatzangelegenheiten der Frauenpolitik des Landes NRW, Marion Knödler, spricht über Ziele und Erfolge der Gleichstellungspoltitik des Landes. Zwei weitere Referentinnen informieren über die Situation in der Europäischen Union: Sabine Overkämping berichtet über den aktuellen Stand der Gleichstellungspolitik in Europa, Dr. Attie de Jong über ein Netzwerk von Organisationen, das gezielt Frauen in Managementpositionen fördert und ihre Erfahrungen als "Lobbyistin für Frauenkarrieren" bei der Europäischen Union.
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