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Workshop: Frauenbewegung in Osteuropa

25.06.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Zum Semesterende lädt die neunte Gastprofessorin an der RUB, die russische Soziologin, Prof. Elena Zdravomsyslova, zur ganztägigen Diskussionsrunde ein am 3. Juli 1998, 10-17.00 Uhr, Euro-Eck, Spechtsweg 20, zum Thema ein: "Russian Gender Culture and Feminism in Transition - Geschlechterkultur und Frauenbewegung im russischen Tansformationsprozeß."

Bochum, 25.06.1998
Nr. 137

Workshop goes East
Geschlechterkultur und Frauenbewegung in Rußland
RUB-Frauengastprofessur berücksichtigt auch Ostdeutschland


Die regelmäßigen Frauenworkshops unter der Marie-Jahoda-Gastprofessur der RUB haben sich als reges und anerkanntes Diskussionsforum längst etabliert. Jetzt, zum Semesterende lädt die neunte Gastprofessorin, die russische Soziologin, Prof. Elena Zdravomsyslova, zur ganztägigen Diskussionsrunde ein am 3. Juli 1998, 10-17.00 Uhr, Euro-Eck, Spechtsweg 20, zum Thema ein: "Russian Gender Culture and Feminism in Transition - Geschlechterkultur und Frauenbewegung im russischen Tansformationsprozeß."
Anmeldung erforderlich

Prof. Elena Zdravomsyslova kommt von der Europäischen Universität in St. Petersburg (ein ausführliches Interview mit ihr ist in der kommenden Juli-Ausgabe der Hochschulzeitung RUBENS). Die Tagungssprache ist englisch; eine Übersetzung ins Deutsche ist möglich. Schriftliche Anmeldungen sind bis zum 26. Juli unter 0234-700-2986 (Dr. Angelika Wetterer) erforderlich. Die Medien sind herzlich eingeladen.

Entwicklungen im Osten befragt

Thema des Workshops sind die Veränderungen der Geschlechterkultur in Politik, Ökonomie, Arbeit, Erziehung, Familie oder Sexualität während der russischen Transformationsprozesse. Dazu sind die Wissenschaftlerinnen Martina Ritter (Universität Frechen), Krisztina Mänicke-Gyöngyösi (FU Berlin), Monika Rosenbaum (Uni Münster), Larissa Lissijutkina (Frechen) und Sonja Margolina (Berlin) eingeladen. Fragen wie, "sind die bisherigen Kategorien zur Analyse der östlichen Geschlechterverhältnisse ausreichend" und "wie hat sich Frauenbewegung im Osten entwickelt" werden bei ihrer Debatte im Vordergrund stehen.

Veränderungen in Ostdeutschland

Ebenso will die Tagungsrunde den Transformationsprozeß in Ostdeutschland berücksichtigen. Zu Stellungnahmen wurden Susanne Stolt (Universität / GH Kassel) und Christine Eifler (Bremen) eingeladen.

Nutzbarmachung westlicher Konzepte

Die Veranstalterinnen erhoffen sich einen regen Gedankenaustausch und Klärung darüber, inwieweit sich der in den westlich-modernen Gesellschaften entwickelte Feminismus anwenden läßt. Zu diesem Thema veröffentlichte Prof. Elena Zdravomsyslova 1993 das Buch "Western Paradigms in Social Movement Research", wo sie untersucht, inwieweit die im Westen entwickelten Konzepte für die Untersuchung der russisch-gesellschaftlichen Transformationsprozesse fruchtbar gemacht werden können.

Keine Unbekannte

Elena Zdravomyslova ist in Deutschland keine Unbekannte: 1993 folgte sie einer Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung. Zwischen 1994 und 1995 arbeitete sie als Beraterin an der Sozialforschungsstelle Dortmund zum Thema "Gender Culture in Russia". Mit der Gießener Soziologin Dr. Martina Ritter ist sie am Forschungsprojekt "Das Geschlechterverhältnis und die Entstehung von Öffentlichkeit und Privatheit im Rußland der Transformation" beteiligt.

Namenspatronin

Seit Ende 1994 gibt es an der RUB die Marie-Jahoda-Professur. Die über neunzigjährige Namenspatronin Marie Jahoda aus Wien war Professorin für Sozialpsychologie in den USA und Großbritannien und forschte u.a. zu den Themen Arbeitslosigkeit und Vorurteilsstrukturen.

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