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"Inszenierte Antike"

25.06.1998 - (idw) Universität Trier

Symposium der Universität Trier zu den Antikenfestspielen, die erstmals in diesem Jahr stattfinden.

Symposium der Universität Trier zu den Antikenfestspielen:
"Inszenierte Antike"

Inszenierte Antike - heißt ein Symposium, das parallel zu den erstmals in der Geschichte der Stadt Trier stattfindenden Antikenfestspielen von der Universität Trier vom 03. bis 05. Juli 1998 in der Europäischen Akademie für Bildende Kunst e.V. in Trier stattfindet. Diskutiert werden theater- und musikwissenschaftliche, philologische, historische und gesellschaftliche Fragestellungen zu den antiken Stoffen und Themen der Festival-Aufführungen. Renommierte Fachleute aus der Theater- Musik- und Literaturwissenschaft sowie aus der Praxis hinterfragen und diskutieren die Re-zeption antiker Mythen, die über Jahrhunderte ungebrochen ist. Mit der Podi-umsdiskussion "Hat uns die Antike heute noch etwas zu sagen" endet das Symposium am Sonntag, den 5. Juli 1998, 11.00 Uhr. Die Schirmherrschaft hat Dr. Rose Götte, Ministerin für Kultur, Jugend, Familie und Frauen in Rheinland-Pfalz.

Am Freitag, 3. Juli 1998 um 15.00 Uhr wird das Symposium eröffnet durch Organisator Prof. Dr. Hen-ry Thorau, Stadttheater- und Festspiel-Indendant Prof. Heinz Lukas Kindermann, Universitätspräsident Prof. Dr. Rainer Hettich und Bürgermeister Dr. Jürgen Grabbe. "Mythos als Wiederholung in der griechi-schen Tragödie und in der Literatur der Ge-genwart" lautet der Titel des Eröffnungs-vortrags von Prof. Dr. Manfred Fuhrmann (Konstanz) um 15.30 Uhr. Prof. Dr. Wilfried Stroh (München) knöpft sich am Freitag, 3. Juli 1998 um 17.00 Uhr: ganz konkret einen Maulhelden vor in seinem Vortrag "Plautus' Miles Gloriosus auf der Büh-ne":
Prof. Dr. Hellmut Flashar (München), der Preis-träger des in diesem Jahr erstmals von der Univer-sität Trier ver-gebenen Ausonius-Prei-ses, spürt am Samstag, 4. Juli 1998 um 10.00 Uhr in seinem Vortrag "Die antike Elek-tra" deren Wurzeln und Verzweigun-gen nach.
Prof. Dr. Monika Meister (Wien) spricht in ih-rem Vortrag am Samstag, 4. Juli 1998 um 11.00 Uhr über "Die Szene der Elektra und die Wie-ner Mo-derne. Zu Hugo von Hof-mannsthals Umdeutung der griechischen An-tike". Die Referentin geht auf die Uraufführung in Berlin 1903, in der Regie Max Reinhardts, den Kostümen Lovis Corinths, mit Gertrud Eysoldt und Lucie Höflich, als wich-tigstes Datum der Theaterge-schichte mit neuen Maßstäben für eine moderne "Kunst der Szene" ein.
Der langjährige Opern- und Musikkritiker der Wochenzeitung DIE ZEIT, Prof. Dr. Heinz Jo-sef Herbort, greift ein Zitat aus ei-nem Brief Ri-chard Strauss' an Hugo von Hofmannsthal auf, "Ein Gemenge aus Nacht und Licht"(aus dem Jahre 1906), um in sei-nem Vortrag am Sams-tag, 4. Juli 1998 um 12.30 Uhr die "Form zwischen Gesetz und Intuition in der Elektra bei Hofmannsthal und Strauss" zu analy-sieren, sie von den Strukturen bei den griechischen Tragi-kern abzugrenzen, Strauss' Struktur und Kom-positionsprinzip unter Berück-sichtigung auch der "Programmusik" und deren "Idée fixe" hi-storisch einzubetten.
Am Samstag, 4. Juli 1998 um 15.00 Uhr stellt Prof. Dr. Henning Rischbieter, Grün-der und Her-ausgeber der Theaterzeitschrift Theater heute (Berlin), "Antiken-Inszenie-rungen auf dem deut-schen Theater seit 1945" mit Videobei-spielen vor.
Jürgen Gosch, derzeit Regisseur am Deut-schen Theater in Berlin, wird selbst anwe-send sein und im Anschluß an den Vortrag von Henning Risch-bieter am Samstag, 4. Juli 1998 um 16.00 Uhr sei-ne legendäre Kölner Inszenierung mit Ulrich Wildgruber als Ödipus, die zum Berliner Theater-treffen eingeladen war, anhand von Videoeinspie-lungen kommentie-ren. "
Die Podiumsdiskussion bildet am Sonntag, 5. Juli 1998 um 11.00 Uhr den Ab-schluß des Symposi-ums bilden. Unter der Moderation des ehemaligen Präsidenten der Universi-tät Trier, Prof. Dr. Arnd Morkel, diskutieren Prof. Dr. Hellmut Flashar, Prof. Dr. Henning Rischbieter, Prof. Heinz Lukas-Kindermann, Prof. Dr. Monika Meister, Jürgen Gosch, Prof. Dr. Heinz Josef Herbort und Dr. Wilfried Stroh.
Unterstützt wird das Symposium durch die Euro-päische Akademie für Bildende Kunst e.V., die Ver-einigung Freundeskreis Trierer Universität e.V., die Nikolaus-Koch-Stiftung und die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.
Weitere Informationen
Universität Trier: Prof. Dr. Henry Thorau
Tel.: (06 51) 2 01-33 44
Tel.: (06 51) 2 01-33 61 (Sekretariat)
Programm

Freitag, 03. Juli
15.00 Uhr Eröffnung
Begrüßung der Teilnehmer durch Prof. Dr. Henry Thorau und
Prof. Heinz Lukas Kindermann
Grußworte von Universitätspräsident Prof. Dr. Rainer Hettich und
Bürgermeister Dr. Jürgen Grabbe
15.30 Uhr Prof. Dr. Manfred Fuhrmann (Konstanz):
"Mythos als Wiederholung in der griechischen Tragödie und in der Literatur der Gegen-wart"
Kaffeepause
17.00 Uhr Prof. Dr. Wilfried Stroh (München):
"Plautus' Miles Gloriosus auf der Bühne"

Samstag, 04. Juli
10.00 Uhr Prof. Dr. Hellmut Flashar (München):
"Die antike Elektra"
11.00 Uhr Prof. Dr. Monika Meister (Wien):
"Die Szene der Elektra und die Wiener Moderne. Zu Hugo von Hofmannsthals Umdeu-tung der griechischen Antike"
Kaffeepause
12.30 Uhr Prof. Dr. Heinz Josef Herbort (DIE ZEIT, Hamburg):
"Ein Gemenge aus Nacht und Licht - Form zwischen Gesetz und Intuition in der Elektra bei Hofmannsthal und Strauss"
Mittagspause
15.00 Uhr Prof. Dr. Henning Rischbieter (Theater heute, Berlin):
"Antiken-Inszenierungen auf dem deutschen Theater seit 1945" (mit Videobeispielen)
16.00 Uhr Jürgen Gosch (Berlin)
kommentiert seine legendäre Ödipus-Inszenierung am Schauspiel, Köln (mit Videoein-spielung)

Sonntag, 05. Juli
11.00 Uhr Podiumsdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Arnd Morkel (ehemaliger Präsident der Universität Trier)
Teilnehmer: Prof. Dr. Hellmut Flashar
Prof. Dr. Henning Rischbieter
Prof. Heinz Lukas-Kindermann
Prof. Dr. Monika Meister
Jürgen Gosch
Prof. Dr. Heinz Josef Herbort

Prof. Dr. Wilfried Stroh

Das Symposium wird unterstützt von der Europäischen Akademie für Bildende Kunst e.V., der Vereinigung Freundeskreis Trierer Universität e.V., dem Ministerium für Kultur, Jugend, Familie und Frauen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, der Nikolaus-Koch-Stiftung, der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.

Schirmherrschaft:
Dr. Rose Götte, Ministerin für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, Rheinland-Pfalz

Freier Eintritt, offen für alle Interessierte


PRESSEMITTEILUNG - UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle - Redaktion: Heidi Neyses
54286 Trier - Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

166/1998 25. Juni 1998
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