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HORIZONTE, die Vortragsreihe für Architektur

26.06.1998 - (idw) Bauhaus-Universität Weimar

Horizonte erweitern - Abschlußvorträge für das Sommersemester

"Horizonte" wird von Studierenden der Bauhaus-Universität organisiert und findet jede Woche dienstags um 19.00 Uhr im Hörsaal A der Uni, Marienstr. 13 statt.
Das Vortragsangebot beschränkt sich nicht nur auf die Universität. Willkommen ist jeder, der seinen "Horizont" zu den einzelnen Themen erweitern möchte.

30.06.1998
Rolf Schmidt, Eschborn (Frankfurt)
"Rolf Schmidt - 40 Jahre Architektur und Gestaltung"

Rolf Schmidt ist Architekt und entwirft seit über 40 Jahren Architektur, die sehr in der Tradition der Moderne steht. Er lehnt Spezialisierung ab, weil für ihn, als Gestalter, kein Unterschied besteht zwischen Innen- und Außenarchitektur, zwischen Architektur und Städtebau und zwischen Haus- und Landschaftsarchitektur. "Der Architekt muß Generalist sein".

07.07. 1998
Dr. Franz Alt, Baden Baden
"Auf die Zukunft bauen - Planen, bauen, wohnen im 21. Jahrhundert"

"Architekten lernen, wo Süden ist!
Auch heute
- sterben etwa 70 Tier- und Pflanzenarten aus
- entstehen etwa 20.000 ha Wüste zusätzlich
- werden 86 Millionen Tonnen fruchtbaren Bodens abgeschwemmt und abgetragen
- produzieren wir weltweit 100 Millionen Tonnen Treibhausgase

Wir führen praktisch einen Dritten Weltkrieg gegen die Natur. Wir verbrennen heute an einem Tag soviel Kohle, Gas und Öl wie die Natur in einer Millionen Tage geschaffen hat. Das heißt: Wir benehmen uns im Verhältnis 1:1.000.000 mal gegen die Gesetze der Natur. Hauptsächlich unser falsches Bauen sowie unsere falsche Energie- und Verkehrspolitik sind verantwortlich für diese ökologischen Katastrophen.
Ökologisches Bauen und Solar-Architektur können ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der Energieproblematik und damit der Klimakatastrophe leisten. Ein Gebäude steht durchschnittlich 100 Jahre. Macht es Sinn, heute noch eine Ölheizung zu bauen, wenn man weiß, daß es in ca. 40 Jahren kein Öl mehr geben wird?
Ökologisches Bauen ist also keine Modeerscheinung, sondern eine Herausforderung an unsern Überlebenswillen. Solararchitektur wird integraler Bestandteil einer zukünftigen regenerativen Energiewirtschaft sein. Um die Klimakatastrophe zu vermeiden, ist es erforderlich, innerhalb der nächsten 30-50 Jahre den gesamten Energiesektor von Kohle, -Öl-, Gas- und Atomernergie umzustellen auf Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse-Energie.
Ökologisches Bauen ist der Kern dieser solaren Energie-Revolution. Denn beinahe 40% unseres Energieverbrauchs findet in Gebäuden statt. Das schöne an einer künftigen Solararchitektur ist, daß wir schon heute wissen, wie sie anzuwenden ist und wie sie aussehen kann." Franz Alt

Franz Alt, geboren 1938, studierte Politische Wissenschaft, Geschichte, Philosophie und Theologie. 1967 Promotion über Konrad Adenauer. 1968 Redakteur und Reporter beim SWF, 1972 bis 1992 Leiter und Moderator des Magazins "Report"; seit 1992 Leiter der Zukunftsredaktion "Zeitsprung" im SWF und zusätzlich seit 1997 des Magazins "Quer-Denker" in 3sat.
Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt "Deutscher Solarpreis" (1994) und "Europäischer Solarpreis" (1997).
Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. "Frieden ist möglich" (1983), "Neue Energie für eine friedliche Welt" (1992), "Die Sonne schickt uns keine Rechnung - Die Energiewende ist möglich" (1994).
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