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Bürgernahe Kriminalitätsbekämpfung

26.06.1998 - (idw) Universität Trier

Umfrage in der Trierer Bevölkerung zur Arbeit des
Kriminalpräventiven Rates und zur Kriminalitätsfurcht

Ein Kriminalpräventiver Rat (KPR) existiert in Trier seit etwa vier Jahren. Wie bereits mehrfach berichtet sind verschiedene Projekte durchgeführt worden und haben Einfluß auf Behörden genommen, so etwa Projekte zur Gewalt in Schu-len, Gewalt in Pflegeverhältnissen, zum Konzept bürgernaher Polizeiarbeit, zur realen Belastung der Stadt Trier durch Kriminalität. Im Rahmen einer Arbeits-gruppe des KPR - des Arbeitskreises "Sicherheit in der Innenstadt" - wurde un-ter Leitung des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Kriminologie von Prof. Dr. Hans-Heiner Kühne an der Universität Trier und Dr. Andreas Ammer ein Fragebogen entwickelt, der die Akzeptanz der Trierer Bürger be-züglich KPR und bürgernaher Kriminalitätsbekämpfung erfragen soll.

Ziele des Kriminalpräventiven Rates Trier (KPR) sind insbesondere:
· Ursachen und Gründe für Kriminalität zu reduzieren, indem soziale Brennpunkte aufgedeckt werden,
· Möglichkeiten zur Straftatbegehung zu reduzieren, indem Tatgelegenheiten vermieden werden,
· den Bürger zur informellen sozialen Kon-trolle zu ermutigen, etwa zur Nachbar-schaftshilfe oder in anderen Bereichen, die ihn betreffen und interessieren.
· Die Kooperation zwischen Bürger und Polizei zu verbessern.

Insgesamt sollen das Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität der Trierer Bevölkerung gesteigert werden.

Mit der Umfrage soll zum einen erforscht werden, ob die Trierer Bevölkerung Ver-ständnis und Interesse an der oben beschrie-benen bürgernahen Kriminalitätsbekämpfung hat. Dadurch kann die Tätigkeit des KPR auf Wünsche und Vorschläge der Bürger abgestimmt werden. Eventuelle Informati-onslücken zum Thema Prävention können geschlossen werden.

Zum anderen soll jedoch auch erforscht werden, welche Rolle die Kriminalitätsfurcht im Leben der Trierer Bürger spielt und wie stark sie ausgeprägt ist. Dabei soll unter an-derem herausgefunden werden, aus welchen Gründen und bezüglich welcher Taten bei den Bürgern die Furcht besteht, Opfer einer Straftat zu werden, welche Stadtteile Triers besonders "gefürchtet" sind und warum, welche Personenkreise besonders furchtsam sind, wie sicher sich die Trierer Bevölkerung in ihrem eigenem Stadtteil fühlt, welche Faktoren das Sicherheitsgefühl beeinflussen und ähnliches mehr.

Durch diese Informationen entsteht ein Bild der subjektiven Sicherheitslage in Trier, auf-grund dessen der KPR den Behörden, vor allem der Stadt und der Polizei Vorschläge machen kann, um deren Handeln auf die Bedürfnisse der Bürger besser einzurichten.

Die Stadtverwaltung Trier hat eine Zufalls-stichprobe von 2000 Personen erstellt, die einen Querschnitt aus der Trierer Bevölke-rung repräsentiert. Diese ausgewählten Per-sonen werden am 29. und 30. Juni 1998 von Mitarbeitern des Lehrstuhls angerufen und über die Umfrage vorinformiert. Danach werden - insofern Interesse an einer Teil-nahme besteht - die Fragebögen vorbeige-bracht.
Es liegt im Interesse aller Bürger, daß mög-lichst viele der so angesprochenen den Fra-gebogen ausfüllen und in beiliegendem Frei-umschlag zurücksenden. Nur so können hin-reichend Informationen erlangt werden, die dazu beitragen, die Sicherheitssituation in Trier zu verbessern.

Als kleiner weiterer Anreiz zum Mitmachen ist jedem Fragebogen eine Losnummer bei-gelegt. Unter diesen Nummern werden dann einige Preise, wie Freikarten für das städti-sche Theater oder für öffentliche Bäder verlost. Die Gewinnummern werden im TV veröffentlicht werden.

PRESSEMITTEILUNG - UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle - Redaktion: Heidi Neyses
54286 Trier - Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

158/1998 25. Juni 1998
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