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"SPRING" als Beispiel für innovative Entwicklung

01.07.1998 - (idw) Universität Dortmund

Bundespräsident Roman Herzog will am 23. Juli 1998 ganztägig im Schloß Bellevue, seinem Berliner Amtssitz, beispielhafte Bereiche innovativer Entwicklung in Deutschland vorstellen. Zu den 15 von der Hochschulrektorenkonferenz ausgewählten Projekten deutscher Hochschulen gehört eines der Universität Dortmund: "SPRING", der postgraduierte Studiengang der Fakultät Raumplanung für Planungsexperten aus vielen Ländern in Afrika und Asien.

Das Dortmunder Modell für die Nord-Süd-Kooperation von Hochschulen wird bei der Veranstaltung des Bundespräsidenten im Rahmen einer Poster-Ausstellung dargestellt.

Zentrale Fragen des Studienangebots sind: Wie können Universitäten in Afrika und Asien am "know how" einer deutschen Universität partizipieren? Wie können dringend benötigte Fachkräfte ausgebildet werden? Vor allem: Wie kann eine deutsche Universität an gesellschaftlichen Prozessen in Afrika und Asien mitwirken, um dezentrale und demokratische Planungsstrukturen zu fördern?

Der Studiengang SPRING kombiniert die Ausbildung an der Dortmunder Universität mit der in Afrika und Asien. Dem ersten Studienjahr in Deutschland folgt das zweite Studienjahr an Partneruniversitäten in Ghana und in den Philippinen. Für die erfolgreiche Teilnahme an dem englischsprachigen Studium wird der akademische Grad eines Master of Science verliehen.

Die Ausrichtung des Studiengangs auf ländliche Regionen in Entwicklungsländern fördert das Kleinhandwerk und mittelständische Betriebe, den Ausbau der regionalen Transportnetze und der sozialen Infrastrukturen. Landwirtschaft soll im Einklang mit ökologischen Notwendigkeiten entwickelt werden. Für die Arbeit in Kleinzentren und Mittelstädten lernen die Planerinnen und Planer systematisch Managerfähigkeiten.

Insgesamt haben bisher mehr als 260 Fachleute aus mehr als fünfzig Ländern Afrikas und Asiens erfolgreich am SPRING-Programm teilgenommen. Alle kehrten in ihre Heimatländer zurück, einige, nachdem sie in Industrieländern zunächst noch eine Promotion abgeschlossen haben.

Bernd Jenssen, Leiter des SPRING-Angebots der Universität Dortmund: "Die Erfahrungen zeigen, daß unsere Universität in vielfältiger Weise an der konkreten gesellschaftlichen Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse in Afrika und Asien mitwirkt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur interkulturellen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit von nördlichen und südlichen Ländern."
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