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Europäische Lackingenieure

03.07.1998 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

3. Juli 1998

Seit 75 Jahren kommen Lackingenieure aus Krefeld - jetzt gibt es ein neues Studienangebot

Glänzende Berufschancen durch europäisches Profil

Schwerpunkte der Fachhochschule Niederrhein und Hogeschool Enschede ergänzen sich


Genau 75 Jahre nach Einrichtung der Lackabteilung an der Färberei- und Appreturschule Krefeld stellt die Fachhochschule Niederrhein die Ausbildung von Lackingenieuren auf "europäisches Niveau". Partner des neuen, zusätzlichen Europäischen Studienangebots "Lackingenieurwesen - Materiaalbescherming", das nach der erwarteten Genehmigung durch die neue Bildungsministerin schon in diesem Herbst eingeführt wird, ist die Hogeschool Enschede in den Niederlanden. "Unsere Ausbildungsinhalte ergänzen sich in idealer Weise", stellen die Dozenten des Studienschwerpunkts Lackingenieurwesen im Fachbereich Chemie fest. Während Prof. Dr. Thomas Brock, Prof. Dr. Michael Groteklaes und Prof. Dr. Peter Mischke das Schwergewicht auf die Herstellung, Anwendung und Prüfung von Lacken legen, steht bei ihren niederländischen Kollegen der Materialschutz durch geeignete Beschichtungen - zum Beispiel bei Korrosion - im Vordergrund. "Durch das neue Studium kommt es zu einem ganzheitlichen Verständnis des Oberflächenschutzes", so Prof. Dr. Groteklaes.

Schon bisher ist die Nachfrage nach qualifizierten Lackingenieuren größer als das Angebot. Das liegt zum einen an der steigenden Bedeutung der Beschichtungstechnologie. Bei der Autolackierung, beim industriellen Korrosionsschutz, aber auch bei der Mikrochipherstellung, bei der mittels lichtempfindlicher Lacke Strukturen im Mikrometerbereich erzeugt werden, kommt es entscheidend auf das "Darüber" an. Neue Aufgabengebiete entstehen durch Umweltemmissionen wie den sauren Regen und die dadurch eintretenden Schädigungen an kalkhaltigem Gemäuer wie etwa dem Kölner Dom.

Die guten Berufsaussichten für Lackingenieure ergeben sich aber auch aus der kleinen Zahl der Ausbildungsorte. Außer in Krefeld sind das bundesweit nur die Universität-Gesamthochschule Paderborn und die Fachhochschule für Technik in Esslingen. Durch die internationale Ausrichtung und breitere Qualifikation wird die Nachfrage erwartungsgemäß noch einmal zunehmen. Das bestätigte auch eine Umfrage bei 40 Firmen und Einrichtungen der Branche. Mehr als 20 Studienanfänger pro Studienjahr können wegen der begrenzten Zahl der Laborplätze jedoch nicht aufgenommen werden.

Das achtsemestrige Studium kann entweder in Krefeld oder in Enschede begonnen werden. Im Hauptstudium muß ein theoretisches und ein praktisches Semester an der Partnerhochschule bzw. in einem Unternehmen des Partnerlandes absolviert werden. Auch die Diplomarbeit ist dort anzufertigen. Mindestens drei Semester müssen die Lackingenieure also die Grenzen überschreiten und dazu vorher eine Sprachprüfung in Niederländisch und Englisch ablegen. "Belohnung" für diesen zusätzlichen Aufwand ist ein zweites Diplom: nämlich das der Hogeschool Enschede oder der Fachhochschule Niederrhein.

Informationen zu dem neuen Studienangebot und zur Bewerbung und Einschreibung gibt das Studentensekretariat der FHN unter Tel. 02151-822620 oder -621.
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