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Neuer Schwerpunkt an der WiSo-Fakultät: Wirtschaft und Gesellschaft Japans

03.07.1998 - (idw) Universität Augsburg

Nach dem bewährten Modell des bereits existierenden Wahlpflichtfaches Wirtschaftsspanisch wird an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg für Studierende der Diplomstudiengänge Betriebwirtschaftslehre und Ökonomie jetzt auch ein Studienschwerpunkt "Wirtschaft und Gesellschaft Japans" angeboten.

Vermittelt werden sollen in diesem Schwerpunkt wirtschaftliche, soziale und politische Strukturen und Entwicklungen im heutigen Japan in Verbindung mit denjenigen Elementen der japanischen Sprache, die zu einer angemessenen Kommunikation über die Inhalte aus den genannten Bereichen erforderlich sind und zur Rezeption einschlägiger fachsprachlicher Texte befähigen.

Das Lehrangebot in diesem neuen Wahlpflichtfach wird von der Japanisch-Lektorin Keiko Oshima-Gerisch, von dem auf Japan spezialisierten Geographie-Didaktiker Prof. Dr. Hans Hillenbrand und über Lehraufträge abgedeckt. Es umfaßt fachbezogene landeskundliche und fremdsprachliche Veran-staltungen. Der Einstieg in den Studienschwerpunkt "Wirtschaft und Gesellschaft Japans" setzt hinreichende Japanisch-Kenntnisse voraus, die am Sprachenzentrum der Universität Augsburg erworben werden können.

Die Einrichtung dieses neuen, an der WiSo-Fakultät von Prof. Dr. Horst Hanusch betreuten Wahlpflichtfaches liegt in der Konsequenz der langjährigen Bemühungen der Universität, das als Geschenk der Stadt Augsburg 1990 zum 20jährigen Universitätsjubiläum auf drei Jahre gestiftete und seither vom Kultusministerium jeweils nur befristet weiterfinanzierte Japan-Lektorat des Sprachenzentrums stärker in das universitäre Lehrangebot einzubinden und dadurch auch strukturell abzusichern. Gerechtfertigt werden diese Bemühungen, die sich auch in der seit drei Jahren regelmäßig an-gebotenen Ringvorlesung "Modernes Japan" niederschlagen, nicht zuletzt durch die enorme Nachfrage, auf die das Lektorat bei den Studierenden stößt. Dieses Interesse kann als Beleg dafür gelten, daß die hierzulande stets beschworene Notwendigkeit, sich mit der hinter der wirtschaftlichen Macht Japans stehenden Kultur und Mentalität auseinanderzusetzen und sich als Voraussetzung dafür die japanische Sprache anzueignen, bei den Studentinnen und Studenten nicht nur erkannt, sondern auch mit Engagement als Herausforderung angenommen wird.

Die Universität Augsburg greift dieses Engagement auf, indem sie ihre eigenen - bekanntlich leider nur begrenzten - personellen und finanziellen Ressourcen in vollem Umfang ausschöpft, um das Ja-pan-Lektorat nicht nur erhalten zu können, sondern es mit Schritten wie der Einführung dieses neuen Wahlpflichtfaches dauerhaft zu etablieren und u. U. weiter auszubauen. Daß man dabei gerade auch auf tatkräftige Unterstützung derjenigen in Wirtschaft und Politik hofft, die sich gegenüber den Universitäten verbal für eine moderne Japan-Kunde stark machen, braucht nicht betont zu werden.
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