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Neuer Sonderforschungsbereich bewilligt

06.07.1998 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Mit dem SFB "Komplexe nichtlineare Prozesse. Analyse - Simulation - Steuerung - Optimierung" bekommt die Humboldt-Universität ihren vierten eigenen Sonderforschungsbereich

An dem neu eingerichteten Sonderforschungsbereich (SFB) beteiligen sich Wissenschaftler der Fachrichtungen Theoretische Physik, Experimentalphysik, Astrophysik, Mathematik und Organische Chemie der Humboldt-Universität (Sprecherhochschule, Prof. Dr. Werner Ebeling), der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam sowie des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik (WGL) und des Fritz-Haber-Institutes (MPG). In Teilprojekte der Universität Potsdam sind außerdem das Astrophysikalische Institut (WGL), das Geoforschungsinstitut (HGF) und das Institut für Klimafolgenforschung (WGL) in Potsdam eingebunden.
Inhaltliches Ziel des SFB ist es, grundlegende Erkenntnisse über die Gestaltung komplexer dynamischer Systeme, ihre Beeinflussung, Optimierung und eventuelle Nutzung aus physikalisch-theoretischer, experimenteller und angewandt-mathematischer Sicht zu gewinnen. In einfach zugänglichen Labor- wie auch in großskaligen natürlichen Systemen sollen nichtlineare Prozesse und Strukturen getestet und analysiert werden.
Das Vorhaben ist in drei Projektbereiche gegliedert. Der Projektbereich "Theoretische Grundlagen und Steuerung nichtlinearer Prozesse" soll den theoretischen Apparat sowie Methoden zur Analyse, Simulation, Steuerung und Optimierung von nichtlinearen Prozessen ausarbeiten oder komplettieren. Die Steuerung und Beeinflussung raum-zeitlicher Musterbildung durch statische und elektrische Felder oder Licht steht im Zentrum des Projektbereichs "Raumzeitliche Strukturbildung in physikalischen und chemischen Systemen". Der Projektbereich "Dynamik großskaliger naürlicher Systeme" konzentriert sich auf Untersuchungen zu kritischen Zuständen, insbesondere umweltwissenschaftlich-klimatologischen und seismologischen Problembereichen sowie zum Dynamoeffekt und schließt die Erarbeitung theoretischer Grundlagen ein.
Die Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft betonten den besonderen Stellenwert und das zukünftige Potential des Forschungsgebietes nichtlinearer Dynamik, das seit mehr als 20 Jahren im Mittelpunkt eines weltweiten Forschungsinteresses stehe. Die ausgewählten Themen seien als außerordentlich zukunftsträchtig anzusehen. Der SFB sei insbesondere richtungweisend für die Umsetzung in praktischen Anwendungsproblemen wie der Klima- und Erdbebenforschung.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Werner Ebeling, Tel. 2093-7636; Dr. Erdmann, Tel. 2093-7930
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