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Osnabrücker Wissenschaftler: Projekte zum besseren "Verstehen" der Mathematik

24.07.1998 - (idw) Universität Osnabrück

Mit zwei kognitionswissenschaftlichen Forschungsprojekten wollen die Mathematikdidaktiker Prof. Dr. Elmar Cohors-Fresenborg und Prof. Dr. Inge Schwank einen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen im Mathematikunterricht leisten. Die beiden zweijährigen Projekte, die am Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Osnabrück durchgeführt werden und sich mit unterschiedlichen Denkstilen sowie der Reflexion über mathematische Denkprozesse befassen, werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Pressemitteilung
Osnabrück, 24. Juli 1998 / Nr. 117/98

Osnabrücker Wissenschaftler: Projekte zum besseren "Verstehen" der Mathematik
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Projekte in der Mathematikdidaktik der Uni Osnabrück

Mit zwei kognitionswissenschaftlichen Forschungsprojekten wollen die Mathematikdidaktiker Prof. Dr. Elmar Cohors-Fresenborg und Prof. Dr. Inge Schwank einen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen im Mathematikunterricht leisten. Die beiden zweijährigen Projekte, die am Fachbereich Mathematik/Informatik der Universität Osnabrück durchgeführt werden und sich mit unterschiedlichen Denkstilen sowie der Reflexion über mathematische Denkprozesse befassen, werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Das von Prof. Schwank geleitete Projekt "Individuelle Unterschiede in der Kognition mathematischer Begriffsbildung" geht von der Annahme aus, daß bei jedem Menschen eine mehr oder weniger ausgeprägte Präferenz für einen bestimmten Denkstil besteht. Die Wissenschaftlerin unterscheidet dabei zwischen einem prädikativen Ansatz, bei dem das Denken nach Beziehungen und Strukturen erfolgt, und einem funktionalen Denkstil, der sich nach Handlungsabfolgen und Wirkungsweisen richtet. In ihrem Projekt sollen auch die neurophysiologischen Grundlagen für dieses Phänomen untersucht werden.

Das zweite Projekt mit dem Titel "Analyse von Unterrichtssituationen zur Einübung von Reflexion und Metakognition im gymnasialen Mathematikunterricht der Sekundarstufe I" baut auf den Ergebnissen von zwei niedersächsischen Schulversuchen auf, die Projektleiter Prof. Cohors-Fresenborg in den vergangenen Jahren durchgeführt hat. Sie haben gezeigt, so der Wissenschaftler, daß nicht das Lösen von Aufgaben, sondern vor allem die Reflexion der Schüler über mathematische Denkprozesse wesentlich zu einem besseren Verständnis im Unterricht beigetragen hat. Ziel ist es nun, einen Katalog von Aufgaben sowie typische Unterrichtsmodelle zu entwickeln, um dann die Wirkungsmechanismen dieser Megakognition zu entschlüsseln.

Prof. Cohors-Fresenborg: "Das mäßige Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie TIMSS hat gezeigt, wie wichtig eine Qualitätssteigerung des Mathematikunterrichts ist." Als wichtigen Erfolg zur Profilierung der Mathematikdidaktik werten die beiden Wissenschaftler dabei die DFG-Förderung. Seit 1995 habe die DFG in diesem Umfang acht Projekte bewilligt, davon drei in Osnabrück.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Elmar Cohors-Fresenborg, Universität Osnabrück, Fachbereich Mathematik/Informatik
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück, Tel. (0541) 969-2514, Fax (0541) 969-2523
E-Mail: cohors@mathematik.uni-osnabrueck.de
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