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Wirtschaft unterstützt Karlsruher Informatik:

27.07.1998 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 082 / 27. Juli 1998 / sho

Wirtschaft unterstützt Karlsruher Informatik:
Bemerkenswerte Initiativen zu verzeichnen
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An amerikanischen Universitäten ist sie von jeher üblich, an deutschen Universitäten noch eher die Ausnahme - die Unterstützung zukunftsträchtiger Initiativen durch Unternehmen und Privatstiftungen. Anders an der Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe, wo sich in den letzten Jahren ein bemerkenswerter Wandel angekündigt hat: Die älteste deutsche Informatik-Fakultät kann drei wichtige private Initiativen verzeichnen, die eingreifen, wo staatliche Gelder fehlen oder staatliche Kürzungsmaßnahmen die Leistungsfähigkeit bedrohen.

So wurde hier vor kurzem zum 25. Mal der Preis des Fördervereins Forschungszentrum Informatik (FZI) verliehen. Das FZI ist eine aus der Fakultät hervorgegangene und seit nahezu 15 Jahren in der Technologieregion fest verankerte Einrichtung, die sich sehr erfolgreich dem Transfer der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in die industrielle Praxis widmet. Förderung und Anerkennung erfährt das FZI durch einen Förderverein, der sich ganz maßgeblich aus mittelständischen High-Tech-Unternehmen der Technologieregion zusammen-setzt. Der Preis des Fördervereins des FZI soll demonstrieren, als wie wichtig es der Verein betrachtet, wenn aus der Fakultät hochqualifizierte Absolventen hervorgehen: Zweimal im Jahr wird er an Absolventen oder Doktoranden vergeben, die sich durch eine ausgezeichnete Arbeit hervorgetan haben.

Zum zweiten veranstaltete das Unternehmen Andersen Consulting kostenlos hochqualifizierte Weiterbildungsseminare für Studierende und Mitarbeiter der Fakultät für Informatik: Geschult wurden Fähigkeiten, die zur Übernahme von Führungspositionen in der beruflichen Praxis oder zur Gründung von Unternehmen notwendig sind. Die Universität selbst ist aus finanziellen und haushaltsrechtlichen Gründen kaum in der Lage, entsprechende Seminare anzubieten.

Mit einer Stiftungsprofessur will die Klaus Tschira-Stiftung zum dritten den neuen Studiengang Informationswirtschaft ausstatten, den die Fakultät für Informatik gemeinsam mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften anbietet. Der Studiengang trägt der zunehmenden Durchdringung von Wirtschaft und Gesellschaft durch Informatik und Telematik Rechnung. Er muß notwendig auch neue Fragen der Rechtswissenschaft thematisieren, die sich um das Informations- und Kommunikationsrecht drehen. Wo angesichts leerer öffentlicher Kassen langjähriges Warten auf eine entsprechende Professur drohen würde, will die Klaus Tschira-Stiftung einspringen. Sie ging aus dem Aktienvermögen von Klaus Tschira hervor, Mitgründer und ehemaliges Vorstandsmitglied der SAP AG in Walldorf, des erfolgreichsten deutschen Software-Unternehmens.

Mit der neuen Professur soll ein weiterer wichtiger Schritt für die Heranbildung von Experten getan werden, die sich um die drängenden Probleme einer künftigen vernetzten Gesellschaft kümmern. Sie soll zugleich der engeren Verzahnung der Universität mit der Technologieregion Karlsruhe dienen.

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi082.html
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