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Britische Fern-Uni richtet ersten Sommerkurs für Germanisten in Jena aus

05.08.1998 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Uni Jena beginnt Zusammenarbeit mit der Open University

Jena (05.08.98) Am kommenden Wochenende werden rund 120 Briten in Jena anreisen, um am Sonntag (09.08.) mit einem einwöchigen Weiterbildungskurs für Germanisten an der Friedrich-Schiller-Universität zu beginnen. Sie sind die Vorreiter einer Zusammenarbeit zwischen der Open University Milton-Keynes und dem Institut für Auslandsgermanistik der Jenaer Alma mater. Bis zum 6. September wird der Kurs vier Mal wiederholt, so daß am Ende rund 460 britische Germanisten ihre Sprechpraxis geschult haben und mit dem Alltag in Deutschland sowie den Schönheiten Jenas vertraut sind.

Die Open University ist mit ihren rund 140.000 erwachsenen Studierenden im Alter von 20 bis 80 Jahren die größte Hochschule in Großbritannien. "Die Uni der zweiten Chance", wie sie der englische Kursleiter Duncan Sidwell beschreibt, ist mit der FernUniversität Hagen vergleichbar, "nur viel größer". Seit zwei Jahren bietet die britische Fern-Uni auch ein Deutschprogramm an - es dauert drei Jahre bis zum Sprach-Diplom. Ein Sommerkurs, um die Sprache und die Verhältnisse in Deutschland besser kennenzulernen, war von Beginn an eingeplant. Um den besten Ort in Deutschland zu finden, der eine geeignete und kooperationswillige Deutsch-Abteilung sowie ausreichende Unterkünfte bietet, haben die Engländer "circa 30 Universitäten untersucht", sagt Sidwell. "In Jena haben wir die besten Umstände vorgefunden", faßt er das Ergebnis zusammen. "Das Institut für Auslandsgermanistik hat hervorragende Erfahrungen bei der Weiterbildung", nennt der britische Kursleiter einen Vorteil. Außerdem sind die Kursteilnehmer in Hotels in der Nähe gut und kostengünstig untergebracht. "Und Jena ist eine kleine Stadt: Man kann sie in einer Woche erschließen", verweist er auf einen nicht zu unterschätzenden Faktor. So kam "die erste deutsche Sommer-Universität, die wir organisiert haben, nach Jena", erläutert Sidwell.

"Für uns ist dieser Kurs, der sich zu einer festen Einrichtung entwickeln soll, auf jeden Fall ein Gewinn", ist sich der Jenaer Kursleiter Dr. Werner Biechele sicher. Der Kurs bringt intellektuellen Ertrag und ein Plus an Internationalität, ohne zu belasten, denn die Open University trägt in vollem Umfang die Kosten.

Aufwand haben auf jeden Fall die Studierenden. Von 9.15 bis 20.45 Uhr wird täglich - möglichst spielerisch - Deutsch gelernt. Dabei werden Themenfelder wie Presse und Künste ebenso angesprochen wie die Welt der Arbeit und das kulturelle Erbe der Region.

Kontakt:
Dr. Werner Biechele, Institut für Auslandsgermanistik der Uni Jena
Der Kurs ist zu finden im Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1, Seminarraum 28.
Tel.: 03641/941887, Fax: 03641/944352

Hinweis für die Medien:
Um den Kurs und die Zusammenarbeit mit der Open University vorzustellen, sind die Medien zu einer Pressekonferenz eingeladen. Diese findet am Montag (10.08.) um 10.00 Uhr im Senatssaal der Friedrich-Schiller-Universität (Fürstengraben 1) statt. Neben dem deutschen Kursleiter Dr. Werner Biechele werden sein englischer Kollege Duncan Sidwell und der Verwaltungsleiter einer Region der Open University Mike Rookes anwesend sein. Außerdem besteht die Möglichkeit, Gespräche mit einigen britischen Studenten zu führen.


Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Axel Burchardt M. A.
Fürstengraben 1
07743 Jena
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