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TU Clausthal zeigt Wohnheimnetz auf der CeBit Home

26.08.1998 - (idw) Technische Universität Clausthal

Auf der CeBit Home in Hannover zeigt das Rechenzentrum der TU Clausthal vom 26. 8. - 30.8. 1998, Halle 2, Stand C 60 Internetprojekte der Universität. Die TU Clausthal hat als erste deutsche Hochschule im Frühjahr 1994 ein Wohnheim ans Internet angeschlossen. Und heute ist sie die erste, welche alle ihre Wohnheime an das Wissensuniversum des Internet angebunden hat.


MBone - die Videokonferenztechnik im Internet wird in naher Zukunft einen weltweiten virtuellen Campus entstehen lassen. Mit Kommilitonen in Stanford in den USA oder in Temuco im Süden Chiles per EMail über Aspekte des eigenen Fachgebietes diskutieren und so Impulse für das eigene Studium empfangen, oder an einer internationalen Fachtagung in Washington D.C. per Videokonferenzschaltung teilnehmen, diese jüngste Entwicklung der Internettechnologie (MBone) hat an der TU Clausthal bereits Tradition. Als erste deutsche Hochschule schloß sie im Frühjahr 1994 ein Wohnheim ans Netz an. Und heute ist sie die erste, welche alle ihre Wohnheime mit dem Wissenuniversum des Internet verbunden hat. Das Wohnheimnetz nimmt am Multicast Backbone (MBone) teil, in das einige Hochschulen versuchsweise Vorlesungen und Veranstaltungen mit Bild und Ton übertragen. Auf der CeBit Home vom 26. 8. - 30.8. 1998, Halle 2, Stand C 60 zeigt das Rechenzentrum der TU Clausthal Internetprojekte der Universität.

So können interessierte Schülerinnen und Schüler bei einer Videoschaltung in die Wohnheime und in das Institut für Informatik mit Studierenden der TU Clausthal und dem Studienfachberater für Informatik, Professor Dr. Wilfried Lex, sprechen.

Bestand die erste Anbindung noch aus einer Modem-Standleitung mit 19,2 kBit/s, so sind im Sommer 1998 fast alle der 12 Clausthaler Wohnheime mit Glasfaser in das Hochschulnetz integriert. Die größten Häuser verfügen sogar über einen Anschluß mit 100 MBit/s. Lediglich zwei außerhalb des Campus liegende Heime konnten nur mit einer zwei MBit/s schnellen Funkverbindung angebunden werden. Aber selbst die dort üblichen Übertragungsraten von 100 kByte/s liegen um Größenordnungen über den mit Modemverbindungen möglichen und sind ausreichend für Multimedia-Anwendungen im Netz.

Die Beispiele für die Nutzung des WWW zur Informationsbeschaffung reichen von der Suche nach Material für die Studien- oder Diplomarbeit, bis hin zum täglichen Blick auf den Speiseplan der Mensa.

Viele Studierende an der TU Clausthal bereichern das Internet-Angebot mit eigenen WWW-Seiten. Mitschriften von Vorlesungen, Umweltinformationen, Kunstangebote, Gesetzestexte und eine Reihe von WWW-Präsentationen werden von den Studierenden von ihrem Wohnheimarbeitsplatz aus erarbeitet. So z. B. der an der TU Clausthal beheimatete "Jugend forscht"-Server. Vom Wohnheimzimmer, vom eigenen PC aus "ferngesteuert", gepflegt und weiterentwickelt. Viele Clausthaler Studierende erlernen auf diese Weise, neben ihrem Fachstudium, ein EDV-Wissen das deutlich über dem des "normalen Anwenders" liegt. Ein zusätzliches Pfund bei späteren Bewerbungen in der Industrie und Wirtschaft.

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw), ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Bayreuth, Bochum und Clausthal, bildet, bis lang primär in Deutschland, ein Forum für die Öffentlichkeitsarbeit der Forschungseinrichtungen. Der Expertenmakler, das Archiv der Pressemitteilungen und ein Kiosk geben vor allem Journalisten, aber ebenso der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in aktuelle Arbeiten der Wissenschaft.

Auch Jungforscher in den Schulen nutzen das Informationsangebot des idw. "Ganzjährig geöffnet" sind Bibliothek und Archiv. Der Expertenmakler, üblicherweise als schneller Draht zu Wissenschaftlern ausschließlich Journalisten vorbehalten, wurde in diesem Jahr erstmals zum Bundesausscheid für diesen Kreis von Schülern geöffnet. Die Universitäten stehen unkonventionell und rasch hochbegabten Schülern mit Rat und bisweilen auch direkter Laborhilfe zur Seite. Eine Premiere. Mit gutem Zuspruch von beiden Seiten. Die Fragen der Jungforscher trafen mitunter ins Zentrum offener Fragen. Professoren suchten den Kontakt mit den kommenden, vielleicht ihren, hochmotivierten Studierenden des eigenen Fachs.

Die WWW-Server der Stiftung "Jugend forscht" und "YEER" (Europas Jugend forscht für die Umwelt) , beide an der TU Clausthal von einem Studenten aufgebaut und betrieben, sind weitere Brücken für die Jugend zur Wissenschaft.

Am Stand der TU Clausthal kann jeder die vielfältigen Angebote selber erfahren, und dabei auch einen Blick in die Werkstatt und hinter die Kulissen werfen und mit den Entwicklern diskutieren.

Weitere Informationen:

Technische Universität Clausthal,
Dr. G. Lange, Tel. 05323 72 20 45,
Telefax. 05323 72 35 36,
EMail: lange@rz.tu-clausthal.de
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