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Architektur-Ausstellung: Ideen für die Stadt Stuttgart

18.07.2002 - (idw) Universität Stuttgart

Anlässlich des Internationalen Architekturforums zum 75. Jahrestag der Weissenhofsiedlung zeigt die Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart unter der Leitung von Prof. Franz Pesch eine Ausstellung von Studierendenentwürfen mit Planungsideen und -vorschlägen für die Stadt Stuttgart. In den 40 ausgewählten Arbeiten werden sowohl städtebauliche als auch bauplanerische Fragestellungen behandelt. In allen Fällen befassen sich die Studierenden mit einer zukünftigen Entwicklung der Stadt, für die nach Ansicht der Aussteller die Stadt selbst zu wenig innovative Ideen entwickelt.

Einige Beispiele:

Leben am Fluss
Mehrere Entwürfe befassen sich mit einem neuen Stadtteil am Neckar, damit Stuttgart sich wieder seiner einzigartigen Lage am Fluss bewusst werden kann. Alle Nutzungen sind darauf ausgerichtet. Ein neues Verkehrskonzept, neue Grünräume verbinden diese Schnittstelle zur Region mit der Stadt und formulieren einen neuen Stadteingang.

Projekt Stuttgart 2030
Ein Beispiel für die Verknüpfung von Forschung und Lehre an der Universität stellt das Projekt Stuttgart 2030 vor, das in das Forschungsprojekt "Stadtregion Stuttgart 2030" eingebunden war. Ausgehend von einer weiteren dynamischen Entwicklung sollten Szenarien und Visionen für die Region erdacht und medial umgesetzt werden. Dabei ging es um die zentrale Frage, welches Bild des Zusammenlebens in der Stadtregion zukünftig der Stadt- und Regionalplanung und dem Wohnungsbau zu Grunde gelegt werden sollen. Das Projekt ist auch im Internet nachvollziehbar dargestellt.
www.labor8.de/2030

Killesberg ohne Messe
Mit der Verlegung der Messe auf die Fildern würde der Standort Killesberg zur "Recyclingfläche". Im Vorfeld des Internationalen Architekturforums zum 75. Jahrestag der Weißenhofsiedlung wurde auch die Frage nach einem Szenario zur Nachnutzung des Standortes gestellt.

Stadtplanung entlang monofunktionaler Verkehrsstraßen B1O/B27
Mehrere Entwürfe suchen Antworten auf die Frage, was kann an diesen Verkehrsadern geschehen, um ihre Wirkung zu verbessern?

Neue Gebäude
Auch für neue Hochbauten haben die Studierenden Ideen und Entwürfe realisiert, so für eine neue Akademie am Killesberg, ein Hochhaus am Pragsattel, ein Informationszentrum für Tüftler mit Erfinderateliers und Ausstellungsflächen, ein Konzept für Hybrid-Wohnen und Freizeit am Hauptbahnhof, einen Entwurf für Wohnen und Arbeiten in einem Hochhaus am Neckartor und einen Entwurf für sogenannte Städtische Rettungsboote als Obdachlosenwohnungen.

Wilhelmspalais als Museum für Stadtgeschichte
Wenn die Bibliothek des 21. Jahrhunderts auf dem Areal von Stuttgart 21 gebaut wird, steht das Wilhelmspalais voraussichtlich zur Disposition und könnte zu einem funktionsfähigen Ausstellungsort umgebaut werden.

Wassersportstätte für Stuttgart
Stuttgart soll Austragungsort für die nächsten Europameisterschaften im Wassersport werden. Dafür sollte eine offene Sportstätte für 10.000 Zuschauer mit entsprechender Infrastruktur entworfen werden.

Aquapazza - Erlebnisbad für Stuttgart 21
Für den neuen Stadtteil sollte ein Freizeit- und Regenerationszentrum entworfen werden, in dem Körperkultur mit Ausdrucksformen des Wassers gepflegt werden kann. Dabei spielte die Tatsache eine Rolle, dass Stuttgart nach Budapest die zweitgrößten Mineralwasservorkommen in Europa hat.

Kulturräume für Stuttgart
In dem innerstädtischen Ensemble um den Tagblatt-Turm sollten, an ein bestehendes Theater angegliedert, neue Räume für verschiedene kleine Theater und Spielstätten geschaffen werden, um sie zu einer größeren Einheit zusammenzufassen und eine gemeinsame Nutzung der Infrastruktur zu ermöglichen.

Stadthaus für Stuttgart 21

Im Rahmen einer Stegreifreihe sollte eine Idee für ein "Stadthaus" für Stuttgart 21 entwickelt werden, das die Entstehung des neuen Stadtteils mit Informationen und öffentlichen Diskussionen begleitet und in dem alle Fragen der Bewohner und Nutzer zu Themen der Architektur und der Stadtplanung beantwortet werden.

Die Ausstellung ist vom 17. bis zum 26. Juli im Foyer des KI in der Keplerstr. 11 täglich von 9 bis 20 Uhr zu sehen.

Weitere Infos zur Ausstellung:
Dipl.-Ing. Architektin Christa Otto
Tel.: 0711/1213258 , Fax: 0711/1214213
e-mail: otto@irg.uni-stuttgart.de
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