TESS inkontakt - Teleservice für Senioren Bildtelekommunikation im Dienste der Lebensqualität25.09.1998 - (idw) Institut Arbeit und Technik
Zu Hause leben im Alter - allein, selbstbestimmt, aber mit allen Kontakt- , Service- und Betreuungsmöglichkeiten, die auch ein gutes Altenheim bietet. Diese in den letzten Jahren vom Institut Arbeit und Technik unter dem Arbeitstitel "Virtuelles Altenheim" entwickelte Idee wird inzwischen in einem gemeinsamen Pilotversuch der Deutschen Telekom Berkom und des Ev. Johanneswerkes e. V. in Bielefeld umgesetzt. Die wissenschaftliche Begleitung dieses innovativen Projektes obliegt empirica - Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung und dem Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen). Auf den Seniorenwirtschaftstagen in Gelsenkirchen wurde TESS inkontakt vorgestellt und ausgehend von den Bedürfnissen alter Menschen diskutiert, wie mit technischer Unterstützung häusliche Unterstützung für ältere Menschen effizient und qualitativ hochwertig organisiert werden kann. Die Zusammenstellung individueller Unterstützungs-"Pakete", Kommunikation, Beratung und Freizeitgestaltung steht im Mittelpunkt des Vorhabens. Kontaktstelle ist eine Zentrale; die älteren Beteiligten finden dort und untereinander ihre Bildtelefonie-Gesprächspartnerinnen und -partner. In Kürze wird auch eine weitere technische Lösung genutzt: Der vorhandene Fernseher wird durch ein multimediafähiges Zusatzgerät, eine Kamera und ein Mikrofon ergänzt. Dann kann sogar über den gewohnten Fernsehschirm miteinander gesprochen werden und die älteren Menschen können sich von der Zentrale Dienste und Programmangebote nach ihrem Bedarf zusammenstellen lassen: Essen, Pflege, Einkaufen, Reinigung, Freizeitangebote, Unterhaltung und Bildung sowie die Organisation von Notfall-Hilfe und Expertensprechstunden sind nur einige Beispiele aus der breiten Leistungspalette. Beim Ev. Johanneswerk in Bielefeld wurde der Haus-Notruf, der 1990 als Schnittstelle zwischen Akutkrankenhaus und ambulanter Versorgung gegründet worden war, vor zwei Jahren umgebaut. Die Feststellung, daß die meisten Notrufe nicht medizinisch begründet, sondern "soziale Notrufe" nach mehr Kontakt, Gesprächen mit anderen waren, war Auslöser dieser Entwicklung. Die Zentrale vermittelt nicht mehr nur den Rettungsdienst, sondern auch sozialpädagogischen Rat und umfassende Serviceleistungen sowie neue soziale Kontakte.Die bisherigen Erfahrungen mit TESS inkontakt sind positiv. Die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben weit weniger Vorbehalte gegen die Nutzung der Technik als viele jüngere Leute dies oft unterstellen. "Ich kann seit 80 Jahren telefonieren, warum sollte das jetzt für mich kompliziert sein?", so eine 90jährige Teilnehmerin zu ihren Erfahrungen mit dem Bildtelefon. Für weitere Fragen stehen Ihnen zur Verfügung: Institut Arbeit und Technik Karin Scharfenorth Durchwahl: 0209/1707-163 Ev. Johanneswerk Claus Luigs Durchwahl: 0521/801-2300 Deutsche Telekom Berkom PR-Abteilung Durchwahl: 030/3497-3314 empirica Arno Labonte Durchwahl: 022898530-50 Pressereferentin Claudia Braczko
Munscheidstraße 14 45886 Gelsenkirchen Tel.: +49-209/1707-176 Fax: +49-209/1707-110 E-Mail: braczko@iatge.de WWW: http://iat-info.iatge.de
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