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Die engagierte Elite fördern

01.10.1998 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Vertrauensdozenten der Studienstiftung treffen sich erstmals nicht in Alpbach, sondern in Jena

Jena (01.10.98) Erstmals kommen der Vorstand der "Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V." und ihre Vertrauensdozenten nicht in Alpbach zusammen - von morgen bis zum 4. Oktober treffen sich die 200 Teilnehmer in der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Hier werden sie in gemeinsamen Plenarsitzungen und in zehn Arbeitsgruppen über die zukünftige Arbeit der Stiftung beraten und die zukünftigen Stipendiaten aus den deutschen Hochschulen auswählen.

"Derzeit werden zum Beispiel in Jena etwa 80 Studenten durch die Studienstiftung gefördert", führt Prof. Dr. Franz-Joachim Verspohl aus. Der Kunsthistoriker gehört zusammen mit fünf Kollegen der Jenaer Universität zu den Vertrauensdozenten der Studienstiftung. "Die Vertrauensdozenten betreuen die Stipendiaten vor Ort", erläutert Prof. Verspohl. "Um in die Studienstiftung aufgenommen zu werden, muß man aufgrund herausragender Leistungen vorgeschlagen werden, Selbstbewerbungen sind nicht möglich", sagt der Kunsthistoriker. "Von den Bewerbern wird erwartet, daß sie sich durch Leistung, Initiative und Verantwortung auszeichnen", stellt der Jenaer Vertrauensdozent die Auswahlkriterien vor. Außerdem müssen die Stipendiaten sich auch außerhalb ihres Studiums engagieren.

Die ausgewählten Bewerber erhalten je nach finanzieller Situation ein Lebenshaltungsstipendium von bis zu 920 Mark im Monat, das nicht zurückgezahlt werden muß. Außerdem stellt die Stiftung ein monatliches Büchergeld von 150 Mark zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Studienstiftung spezielle Auslandsprogramme, Sprachkurse und Projektförderungen für ihre Stipendiaten an. Weitere "offene Programme" sollen begabte Studenten aller Fachgebiete fördern, die bisher nicht zu den Stipendiaten der Stiftung gehören.

Die Studienstiftung ist das größte deutsche Begabtenförderungswerk. Es ist nach eigener Aussage "politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig". "Das Förderprogramm unterstützt und ergänzt die akademisch-wissenschaftliche Ausbildung und zielt auf Weltoffenheit, Interdisziplinarität und die Vermittlung von Schlüssel- und Zusatzqualifikationen für die spätere Tätigkeit", be-schreibt die Stiftung ihre Ausrichtung. Die Stiftung fördert derzeit ca. 5.500 Gymnasiasten und Studenten aus allen Hochschultypen - jährlich werden etwa 1.000 neue Stipendiaten aufgenommen.


Friedrich-Schiller-Universität
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