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Doktorarbeiten im Internet sparen Zeit, Geld und Platz

05.10.1998 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die Erkenntnisse frischgebackener Doktoren füllen allein in Deutsch-land jedes Jahr viele hunderttausend bedruckte Seiten. Diese Fülle für Wissenschafter und andere Interessierte zugänglich zu machen, kostet Zeit, Geld und Platz in den Universitätsbibliotheken. Dagegen erlaubt die Bereitstellung einer Dissertation im Internet nicht nur den sekundenschnellen Zugriff auf den gesuchten Titel, sondern auch eine gezielte Recherche nach indizierbaren Bestandteilen wie Begriffen, Schlagwörtern und zitierter Literatur. Seit Jahresbeginn arbeiten fünf wissenschaftliche Fachgesellschaften mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Projekt "Dissertationen Online" an Grundlagen und Prozeduren für die Erstellung, Archivierung und Recherche digitaler Promotions-schriften. Erste Ergebnisse stellen sie nun auf der Frankfurter Buchmesse vor.

In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bibliothek haben die Forscher ein Programm erarbeitet, das wissenschaftliche Texte mit sogenannten "Metadaten" versieht, also mit zur Recherche notwendigen Struktur-informationen. Es wird derzeit an der Duisburger Universitätsbibliothek erprobt. Ein weiteres Teilprojekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Software-Werkzeugs, das die gezielte Suche nach Informationen ermöglicht.

Breiten Raum nimmt die Untersuchung von Multimedia-formaten und die Erweiterung der für eine multimediale Wissensrepräsentation benötigten Datenformate ein. Eine wesentliche Rolle spielt außerdem die Autorenbetreuung, in deren Rahmen Richtlinien für digitale Dissertationen erstellt werden. Eine erste Version "Hinweise für Autoren" liegt nun vor.

Dem interdisziplinären Forschungsverbund gehören die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft deutscher Chemiker (GDCh) und die Gesellschaft für Informatik (GI) an. Sie arbeiten in fünf Teilprojekten eng mit wissenschaftlichen Bibliotheken zusammen.

Auf der 50. Frankfurter Buchmesse vom 7. bis 12. Oktober 1998 präsentiert sich das Projekt im International Booksellers' and Librarians' Centre in Halle 9.2. Vom 7. bis 10. Oktober werden die Leiter der Teilprojekte für Gespräche zur Verfügung stehen. Der aktuelle Stand der Arbeiten kann online unter der Adresse http://www.educat.hu-berlin.de/diss_online abgefragt werden.


Weitere Informationen zum Projekt "Dissertationen Online" gibt:

Dr. Hans-Ulrich Kamke, Humboldt-Universität zu Berlin, Geschwister-Scholl-Str. 7, D-10099 Berlin, Telefon: 030-2093-4177, Telefax: 030-2093-4198, E-Mail: kamke@educat.hu-berlin.de
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