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Konfliktpunkt Dritte Welt

09.10.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE)und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der RUB beschäftigen sich im Wintersemester in einer öffentlichen Ringvorlesung mit den Konfliktpotentialen in Entwicklungsländern.

Konfliktpunkt Dritte Welt
Entwicklungspolitisches Seminar an der RUB
Von Indien bis Ruanda: Fallstudien über Kontinente hinweg

"Heißes Eisen" Dritte Welt: Die sozialen, politischen, ökonomischen und religiösen Konflikte in zahlreichen Entwicklungsländern der Erde betreffen nicht nur die Staaten selbst. Sie sind auch stets relevant für die westlichen Industrienationen, wie das jüngste Beispiel zeigt - der Streit um Atomtests zwischen Indien und Pakistan. Das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE, Direktor: Prof. Dr. Jürgen H. Wolff) und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV, Geschäftsführer: Prof. Dr. Horst Fischer) der RUB beschäftigen sich im Wintersemester mit den Konfliktpotentialen einer Region, die sich über mehrere Kontinente erstreckt.


Entwicklungspolitik und Völkerrecht

Das Entwicklungspolitische Seminar "Soziale, politische, ökonomische und religiöse Konflikte in der Dritten Welt" ist als öffentliche Ringvorlesung organisiert und jedem Interessierten zugänglich. Ob Ruanda, Indien, Afghanistan, Kolumbien oder Nicaragua - anhand von Fallstudien zeigen die Referenten unterschiedliche Spannungspunkte und Konfliktherde auf und versuchen, im Kontext der Entwicklungsarbeit Lösungsansätze zu finden. Dazu sind auch Gastredner auswärtiger Universitäten und bekannter Institute eingeladen. Die einzelnen Vorträge werden von einem völkerrechtlichen Koreferat begleitet, Referenten des IFHV ergänzen so die entwicklungspolitischen Aspekte mit juristischen.


TERMIN

Die Ringvorlesung findet montags von 16.00 bis 18.00 Uhr im Raum GB 1/144 statt.


Programm

19.10.1998: Prof. Dr. Jürgen H. Wolff: "Ein ethnischer Konflikt? Fallstudie Ruanda"
02.11.1998: Prof. Dr. Subrata Kumar Mitra, Südasien-Institut Heidelberg: "Religiöse Konflikte. Fallstudie Indien"
16.11.1998: Ernst-Albrecht v. Renesse, ehem. Geschäftsführer des IEE: "Konfessionelle oder politische Konflikte. Fallstudie Afghanistan"
30.11.1998: Dr. Peter Moßmann, Universität Konstanz: "Politische Kultur der Gewalt - Strukturen der Nicht-Gewalt und Konfliktprävention. Fallstudie Kolumbien"
14.12.1998: Ulrich Fanger, Arnold-Bergstraesser-Institut, Freiburg: "Soziale und politische Konflikte. Fallstudie Nicaragua"
11.01.1999: Astrid Nissen, Universität Hamburg: "Kriege in der Dritten Welt seit 1945"
18.01.1999: Bernd Hoffmann, Referat Not- und Flüchtlingshilfe, GTZ: "Konfliktminderung oder -prävention im Kontext deutscher Entwicklungszusammenarbeit"
08.02.1999: Prof. Dr. Jürgen H. Wolff, Prof. Dr. Horst Fischer: "Ertrag des Seminars: Schlußbesprechung und kritische Diskussion der Ergebnisse"


Weitere Informationen

Prof. Dr. Jürgen H. Wolff, Direktor des IEE, Tel.: 0234/700-5411, Fax: 0234/7094-924, eMail: ieeoffice@ruhr-uni-bochum.de
Prof. Dr. Horst Fischer, Geschäftsführer des IFHV, Tel.: 0234/700-7366, Fax: 0234/7094-208, eMail: IFHV@ruhr-uni-bochum.de
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