Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 20. August 2014 

Erhöhung der Lebensdauer für Batteriespeicher

23.10.1998 - (idw) Technische Universität Clausthal

Die Europäische Kommission hat das Forschungsvorhaben (JOR3-CT98-0216) genehmigt dessen Ziel es ist, die Lebensdauerzyklus-Kosten für Batteriespeicher
wesentlich zu reduzieren. Das Vorhaben wird am Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal bei Professor Dr.-Ing. Hans-Peter Beck durchgeführt.


Die sechs weiteren europäischen Partner sind das Fraunhofer
Institut für Solare Energiesysteme aus Freiburg, Rutherford Appleton
Laboratory (Forschungsgesellschaft /Großbritannien), AMSET Centre Ltd.
(Gesellschaft zur Einführung regenerativer Energien / Großbritanien),
Vergnet SA (Hersteller von Windkraftanlagen für autonome Netze /
Frank-reich), Trama Tecno Ambiential S.L. (Ingenieur und
Technologiedienstleister für autonome Photovoltaik und Diesel
Hybridsysteme / Spanien) und Bread Industrie Elite SA (Brotfabrik mit
dem Ziel der Energieoptimierung / Griechenland). Die Laufzeit des
Projektes beträgt drei Jahre bei einem Gesamtvolumen von 3,2 Mio DM.

Das von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck geleitete
Forschungsvorhaben umfaßt einen weiten Arbeitsbereich, der ausgeht von
der Grundlagenforschung zu Batterielebensdauerfragen über den Entwurf
und Bau von Versuchsgeräten bis hin zur Implementierung der neuen
Technologie in bestehende Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie
aus regenerativen Quellen in Insel- und Verbundnetzen.

Kurze Projektbeschreibung
Falsche Ladeverfahren und Pflege der Batterien führen dazu, dass zum
Teil nur 25 bis 40% der möglichen Lebensdauer erreicht wird. Das Ziel
dieses Projekts ist es nun, eine neue Generation von Ladegeräten und
-verfahren für Batterie basierende Energiespeichersysteme zu entwickeln,
um damit die Lebensdauer der Batterien wesentlich zu erhöhen. Die
Lebensdauererhöhung, die durch spezielle hochpulsige Lade- und
Entladeströme erreicht werden soll führt neben der Kostenreduzierung
für entsprechende Energiesysteme (z. B. Photovoltaik-Wind-System) auch
zu einer erhebliche Verringerung der bei der Herstellung und dem
Recycling von Batterien anfallenden toxischen Stoffe. Das sich die
Lebensdauer durch Veränderung der Lade-Entladebedingungen um den Faktor
zwei oder mehr erhöhen kann, wurde bereits in vorangegangenen
Experimenten festgestellt. Ebenso wurde gezeigt, daß es möglich ist,
einen Teil der heute als defekt bezeichneten Batterien wieder zu
regenerieren.

Kern der Arbeiten am IEE ist zum einen die Entwicklung und Erprobung
eines neuartigen Impulsladegerätes für Ströme bis zu 200 Ampere und
eine Impulsfrequenz bis 15 kHz, daß in zwei Ausführungen für einen der
beteiligten Partner ausgelegt, konstruiert und gebaut wird, und zum
anderen die Ermittlung und Erprobung neuer Ladeverfahren speziell für
elektrische Energieerzeugung aus regenerativen Quellen.

Die Untersuchungen in diesem Projekt werden mit handelsüblichen
Bleibatterien durchgeführt, da sie zur Zeit am weitesten verbreitet sind

und aufgrund ihres günstigen Preis/Leistungsverhältnisses auch in
Zukunft eine wichtige Komponente in jedem stationären
Batteriespeichersystem sein werden.

Während der Projektlaufzeit werden aus Mitteln der Europäischen
Kommission zwei neue Mitarbeiter am IEE eingestellt, die als Experten
auf den Gebieten der Energiesystemtechnik und der Batterietechnik
ausgewiesen sind.

Weitere Informationen können unter
http://www.battery-project/tu-clausthal.de abgerufen oder per E-mail
unter battery-project@tu-clausthal.de erfragt werden.
uniprotokolle > Nachrichten > Erhöhung der Lebensdauer für Batteriespeicher

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/44750/">Erhöhung der Lebensdauer für Batteriespeicher </a>