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Von Goethe zum atomaren Verständnis

23.10.1998 - (idw) Bayerische Akademie der Wissenschaften

Info der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Nr. 12, 23.10.1998

Beginn der öffentlichen "Montagsvorträge"
in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Am Montag, dem 2. November 1998, wird es wieder soweit sein: in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beginnt die Reihe der öffentlichen "Montagsvorträge". Ziel dieser stets im Winterhalbjahr stattfindenden Veranstaltungsreihe ist es, einer interessierten Öffentlichkeit aktuelle, von Mitgliedern der Akademie bearbeitete Forschungsgebiete auf allgemein verständliche Art und Weise vorzustellen. Für Montag, dem 2. November 1998, steht nun Prof. Dr. Gerhard Ertl auf dem Programm, der über "Heterogene Katalyse: Von Goethe zum atomaren Verständnis" sprechen möchte.
Gerhard Ertl ist Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin und neu gewähltes korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er wird sich in seinem Vortrag mit einem Phänomen beschäftigen, über das Goethe im Juli 1823 erstmals unterrichtet wurde und das lange Zeit als "schwarze Kunst" galt: der heterogenen Katalyse. Dabei handelt es sich um die Beschleunigung einer chemischen Reaktion durch Wechselwirkung mit Festkörper-Oberflächen. Dieser Vorgang läuft beispielsweise in den Abgas-Katalysatoren unserer Autos ab. Und obwohl der beschriebene Effekt darüber hinaus die Basis zahlreicher industrieller Prozesse darstellt, durchschaute man die einzelnen Stufen des Vorgangs lange nicht. Erst die Anwendung empfindlicher physikalischer Methoden erlaubt inzwischen Einblicke in die atomaren Elementarschritte - ein Fortschritt, an dem Gerhard Ertl sein Publikum am 2. November teilhaben lassen will, indem er einen Videofilm darüber zeigt und den Prozeß anhand von Beispielen erläutert.
Weitere Themen innerhalb der Montagsvorträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften werden am 30. November 1998 die "Verfassungsgerichtsbarkeit. Strukturfragen, Organisation, Legitimation" sein, über die Prof. Dr. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde sprechen möchte, am 11. Januar 1999 "Atome in der Falle - Quantenverhalten einzelner Atome", referiert von Prof. Dr. Herbert Walther, und schließlich am 1. Februar 1999 "Schlösser für einen Ausgeschlossenen. Die Utopie König Ludwigs II. von Bayern" - ein Thema, dem sich Prof. Dr. Jörg Traeger widmen wird.
Alle Vorträge finden im Vortragssaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Eingang Marstallplatz 8 in der Münchener Residenz, statt. Sie beginnen jeweils um 19.00 Uhr und richten sich ausdrücklich an ein allgemein interessiertes Publikum.

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