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Universität Heidelberg und französische Botschaft vereinbaren Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit

22.07.2002 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff: Glücklicherweise ist es gelungen, auch unter veränderten Bedingungen die gute Zusammenarbeit zwischen der Universität und Frankreich fortzusetzen

Frankreichs Botschafter S.E. Claude Martin war heute mit einer Delegation an der Universität Heidelberg zu Gast, um eine Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit zwischen der Universität und der französischen Botschaft zu unterzeichnen. "Glücklicherweise ist es nun gelungen, auch unter veränderten Bedingungen den Austausch zwischen der Ruprecht-Karls-Universität und französischen Universitäten sowie Grandes Ecoles institutionell zu verankern und damit die gute Zusammenarbeit zwischen der Universität und Frankreich fortzusetzen", sagte Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff bei der Unterzeichnung. "Wir haben es geschafft, dass das Institut Français in anderer Form weiterlebt, und zwar mit noch mehr Ausstrahlung", hob Botschafter Claude Martin hervor.

Zum Bedauern der Universität und der frankophonen Heidelberger Öffentlichkeit hatte im vergangenen Jahr das Institut Français aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen seine Pforten schließen müssen. "Wir waren in einer schwierigen Situation", so Hommelhoff. Das Institut Français habe eine herausragende Position inne gehabt und wie ein Leuchtturm nach außen gestrahlt. Von "großer Irritation am Standort Heidelberg" zur damaligen Zeit sprach der Rektor. Umso schöner sei es nun, in gemeinsamem Bemühen eine neue Lösung gefunden zu haben. "Sie erscheint uns wie ein Phönix aus der Asche."

Die Universität habe etwas hinzugewonnen. Neben dem neuen Büro und seinem Leiter Jean d'Yvoire, der auch Lehrveranstaltungen gebe, sei der Kernbestand der Bibliothek des Institut Français übernommen worden und werde jetzt ausgebaut. Das Büro nehme Aufgaben wahr, die über Heidelberg hinausreichen. "Das ist eine echte Herausforderung", sagte Hommelhoff. Er wünsche den neuen Aktivitäten, in sehr kurzer Zeit zu einer vergleichbaren Blüte wie im Fall des Institut Français geführt zu werden.

Botschafter hob Tradition der Beziehung zwischen Frankreich und Heidelberg hervor

Botschafter Claude Martin bedankte sich herzlich für den freundlichen Empfang. Er sei vor drei Jahren "mit großem Schmerz" nach Heidelberg gekommen, um die Schließung des Institut Français anzukündigen, und habe sich seither bemüht, gemeinsam mit allen Beteiligten eine Kompromisslösung zu finden. Noch einmal unterstrich Martin die lange Tradition der Beziehung zwischen Frankreich und der ältesten Universität in Deutschland. "Wir haben es geschafft", bilanzierte der Botschafter nun mit Blick auf den neuen Vertrag und fügte als Ausblick hinzu: "Wir wollen unsere volle Rolle wahrnehmen."

Breit gefächerte Fülle von Aufgaben

Die französische Botschaft hat einen "Attaché de coopération universitaire" ernannt, der sich dem akademischen Austausch baden-württembergischer Universitäten mit Frankreich widmet. Der Attaché leitet das Büro für die universitäre Kooperation mit Frankreich in Heidelberg. Als Attaché wurde Jean d'Yvoire von der Botschaft ernannt, der in Heidelberg bereits durch seine Tätigkeit am ehemaligen Institut Français gut bekannt ist. Die Geschäftsstelle liegt im Gebäude des Romanischen Seminars der Universität Heidelberg in der Seminarstraße 3.

Der Attaché informiert Studierende der Universität über Studienmöglichkeiten in Frankreich, organisiert kulturelle Veranstaltungen in Heidelberg und leitet ein Dokumentationszentrum über das zeitgenössische Frankreich, das in der Bibliothek des ehemaligen Institut Français untergebracht ist und einen Großteil der Bestände der Bibliothek des ehemaligen Institut Français weiterführt. Das Dokumentationszentrum steht für Studierende des Romanischen Seminars und alle anderen Studierenden der Universität sowie für die interessierte Heidelberger Öffentlichkeit mit aktuellen Informationen über Kultur, Gesellschaft und vor allem das Hochschulwesen in Frankreich zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Walter Kühme
Zentrale Universitätsverwaltung
Tel. 06221 544400, Fax 544402
kuehme@zuv.uni-heidelberg.de
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