Tag der Schulphysik in NRW28.10.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Der Mangel an qualifizierten Physikern ist Grund genug für die Universitäten und Gesamthochschulen in NRW, mit der landesweiten Initiative "Tag der Schulphysik" (30. Oktober 1998) die Motivation für mathematisch-naturwissenschaftliches Lehren und Lernen zu fördern.
Bochum, 28.10.1998 Nr. 234 Nachwuchsmangel droht Tag der Schulphysik in NRW Hochschulinitiative fördert Lehren und Lernen Die internationalen "TIMSS"-Studien über den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht beobachten allenfalls durchschnittliche Leistungen deutscher Schülerinnen und Schüler, gleichzeitig steuert der Arbeitsmarkt auf einen Mangel an qualifizierten Physikern zu. Grund genug für die Universitäten und Gesamthochschulen in NRW, mit der landesweiten Initiative "Tag der Schulphysik" (30. Oktober 1998) die Motivation für mathematisch-naturwissenschaftliches Lehren und Lernen zu fördern. Die Fachbereiche für Physik an den Hochschulen werden hierzu Vortragsveranstaltungen, experimentelle Vorführungen, Laborbesichtigungen und Diskussionen anbieten. Eingeladen sind die Schulleiterinnen und -leiter sowie die Physiklehrerinnen und -lehrer der abiturführenden Schulen des Landes NRW, willkommen sind aber auch die am gesamten mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich interessierten Lehrkräfte. Der Tag der Schulphysik wird durch die Schulbehörden unterstützt.
Spannende und nützliche Physik Der Tag der Schulphysik geht auf eine Anregung der Konferenz der Fachbereiche Physik der Universitäten und Gesamthochschulen des Landes NRW vom 02. Juni 1998 zurück. Die Initiatoren wollen den individuellen und gesellschaftlichen Nutzen einer anspruchsvollen naturwissenschaftlichen Ausbildung verdeutlichen und darüber hinaus das Bewußtsein für die Naturwissenschaften als zentrale Kulturleistung des zwanzigsten Jahrhunderts schärfen. Zu diskutieren ist dabei nicht etwa eine Vermehrung des Lehrstoffs an Schulen und Universitäten, sondern eher eine Konzentration auf Essentielles und auf die fachübergreifenden Konzepte der modernen Physik, und zwar mit enger Anbindung an die eigene Erlebniswelt der Lernenden. Physik ist spannend! Physik fördert die Neugier und die Freude am Aufdecken komplexer Zusammenhänge! Mit diesem Ziel vor Augen beteiligt sich auch die Fakultät für Physik der RUB an der konstruktiven Auseinandersetzung mit Lehrkräften. Innovationen im BildungswesenDie Ergebnisse dieser Diskussionen sollen in zusammengefaßter Form der "Konferenz der Fachbereiche für Physik der Hochschulen des Landes NRW" sowie den Schulbehörden zugänglich gemacht werden, als Beitrag zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts, in Anlehnung an eine kürzlich publizierte Expertise für die Bund-Länder-Kommission-Projektgruppe: "Innovationen im Bildungswesen". Termin Der Tag der Schulphysik findet statt am Freitag, 30.Oktober.1998, ab 9.30 Uhr, Fakultät für Physik der RUB, Gebäude NB, Raum 02/193. Programm
9.30 Uhr: Begrüßung durch den Dekan (Sitzungssaal der Fakultät, NB 02/193) 9.45 Uhr: Diskussion - Moderation Prof. Dr. M. Bormann: Situation des Physikunterrichts - Beliebtheit/Interesse bei Schülern - Wahldefizit bei Leistungskursen, Sinkendes Interesse an einem Physikstudium, Arbeitsmarktsituation für Physiker 11.00 Uhr: Pause 11.30 Uhr: Demonstration von Einsatzmöglichkeiten des Cassy-Systems der Firma Leybold-Didaktik (Praktikumsraum der Physikdidaktik, NB 03/35)
13.00 Uhr: Mittagessen (Kleine Mensa) 14.15 Uhr: Laborbesichtigungen: Atome auf Oberflächen sehen, DTL-Beschleuniger: Ionen-Implantation zur Verbesserung von Halbleitereigenschaften, Anwendungen der Plasmaphysik 15.30 Uhr: Abschlußdiskussion (Sitzungssaal der Fakultät, NB 02/193). Weitere Informationen Prof. Dr. H. Müller-Krumbhaar, Sprecher des Arbeitskreises ,,Schulphysik", Forschungszentrum Jülich GmbH, Institut für Festkörperforschung; D-52425 Jülich; Tel.: 02461/613428; Fax: 02461/612620
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