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Die Zeitung im Spannungsfeld von Druck und Digitalisierung

12.11.1998 - (idw) Universität Trier

"Die Zeitung im Spannungsfeld von Druck und Digitalisierung" ist Thema einer Tagung, die vom 20. bis 21. November 1998 unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher und Privatdozent Dr. Ulrich Püschel im Fach Medienwissenschaft an der Universität Trier stattfindet. Die thematische Perspektive ist europäisch ausgerichtet: Aspekte der französischen und schweizerischen Medienentwicklung wie Medienforschung werden behandelt.

Auf dieser interdisziplinären Tagung werden Experten/innen aus der Medienwissenschaft, Journalistik, germanistischer Sprachwissenschaft, Romanistik und linguistischer Datenverarbeitung Vorträge zu drei Themenschwerpunkten halten: Die gedruckte Zeitung - altes und neues Medium; Neue Medien - Neue Zeitungsforschung? und Gestaltungsprobleme von Online-Zeitungen. Die Veranstaltung beginnt freitags um 14.00 Uhr und endet samstags gegen 18.00 Uhr mit einer Abschlussdiskussion. Sie bietet Medienwissenschaftlern wie Medienpraktikern, Studierenden und interessierten Journalisten/innen ein gemeinsames Forum.

Die Zeitung ist das älteste öffentliche (Mas-sen-)Medium und zugleich bis heute jung geblieben. Wie ihre Geschichte zeigt, vermochte sie bisher allen Herausforderungen - sei es in Form tiefgreifender politischer wie wirtschaftlicher Veränderungen, sei es in Form der Konkurrenz neuer Medien - standzuhalten. Insofern ist es nicht überraschend, dass die Zeitung auch auf die jüngste Herausforderung durch die di-gitalen elektronischen Medien offensiv reagiert.

In keiner Phase der Zeitungsgeschichte war die Veränderungsdynamik so hoch, wie es seit einigen Jahren zu beobachten ist. Der Funktionswandel, dem die Tageszeitung dabei unterworfen ist, hat verschiedene Ursachen: die Konkurrenz mit den Medien Hörfunk und Fernsehen um ein Publikum, dessen Mediennutzung zunehmend durch Unterhaltungsorientierung gekennzeichnet ist; die Veränderung der Rezeptionserwartungen in Richtung auf eine stärkere Visualisierung; und nicht zuletzt die Entstehung eines Parallelmediums, der elektronischen Zeitung. Angesichts dieser Si-tuation ist die Kritik, wie sie an neuen Präsentationsformen der Printmedien derzeit unter den Stichworten "Designer-Journalismus" oder "Lego-Journalismus" geübt wird, zumindest vorschnell. Sie übergeht nämlich eine kritische Prüfung der neuen Präsentations- und Darstel-lungsformen im Hinblick auf ihre Tauglichkeit für eine veränderte Kommunikation zwischen der Zeitung und ihrem Publikum. An dieser Stelle soll die Tagung ansetzen. Sie befasst sich mit beiden Erscheinungsformen des Mediums Tageszeitung, mit der gedruckten und der elektronischen. Sie will eine Bestandsaufnahme der bislang beobachtbaren Trends leisten. Sie will Ergebnisse der Rezeptionsforschung für Online-Medien diskutieren. Und sie stellt die Entwicklungen in Deutschland in den interna-tionalen Zusammenhang.
Die Tagung wird - entsprechend dem Zuschnitt des Faches Medienwissenschaft an der Universität Trier - eine Verbindung von Theorie und Praxis darstellen. Einerseits werden Referenten aus verschiedenen Medienunternehmen sprechen und andererseits wird die Themenstellung an den Interessen von Medienpraktikern ausge-richtet sein.

Die Zeitung im Spannungsfeld von Druck und Digitalisierung
Kolloquium an der Universität Trier vom 20. bis 21 November 1998

Programm

Freitag, 20. November 1998

14.00-14.30 Uhr Eröffnung

Die gedruckte Zeitung - altes und neues Medium

14.30-15.30 Uhr Joachim Blum (Bielefeld):
Vom Textmedium zum Multimedium: Deutsche Zeitungen im Wandel

15.30-16.00 Uhr Kaffeepause

16.00-17.00 Uhr Ernst Ulrich Große (Freiburg):
Panorama de la Presse: Die französische Zeitungslandschaft

17.00-18.00 Uhr Daniel Perrin (Luzern):
Schreibforschung und Schreibpraxis:
Wissenschaft und journalistischen Textoptimierung

Ab 19.00 Uhr gemeinsames Abendessen.


Samstag, 21. November 1998

Neue Medien - Neue Zeitungsforschung?

9.30-10.30 Uhr Ulrich Püschel (Trier):
Verschwindet der Text im Hyperspace?

10.30-11.00 Uhr Kaffeepause

11.00-12.00 Uhr Hans-Jürgen Bucher (Trier):
Neue Medien - Neue Rezeptionsprobleme:
Zur Verständlichkeit nicht-linearer Informationsangebote

12.00-13.00 Uhr Eva-Maria Jakobs (Saarbrücken):

Textsortenwandel im Internet

13.00-14.00 Uhr Mittagspause

Gestaltungsprobleme von Online-Zeitungen

14.00-15.00 Uhr Ulrich Schmitz (Essen):
Text-Bild-Beziehungen in Online-Medien

15.00-16.00 Uhr E. Seibold (Paris):
Online-Journalimsus in Frankreich -
Am Beispiel der Magazine von Le Figaro

16.00-17.00 Uhr Angelika Storrer (Mannheim):
Textgestaltung fürs WWW

17.00-17.30 Uhr Abschlussdiskussion


PRESSEMITTEILUNG - UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle
Leiterin: Heidi Neyses
54286 Trier
Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47
242/1998 12. November 1998
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