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Festkolloquium "25 Jahre Fakultätentag Informatik"

13.11.1998 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 125 / 13. November 1998 / thiel


Festkolloquium "25 Jahre Fakultätentag Informatik"

Donnerstag, 19. November 1998, 16 Uhr,
Hörsaal Nachrichtentechnische Institute (NTI), Engesserstraße 3
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Zu einem Festkolloquium "25 Jahre Fakultätentag Informatik. 1973 - 1998" lädt der Fakultätentag unter dem Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Winfried Görke von der Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe ein.

Grußworte sprechen Prof. Dr.-Ing. Winfried Görke, Prof. Dr. Klaus Landfried, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr.-Ing. Sigmar Wittig, Rektor der Universität Karlsruhe, und Prof. Dr.-Ing. Detlef Schmid, Dekan der Fakultät für Informatik. Der Festvortrag von Erwin Staudt, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, beschäftigt sich mit "Unternehmen im Info Age - Wissensmanagement und Arbeitsmodelle der Zukunft". Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Fachbereich Informatik der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, referiert über das Thema "Sprachtechnologie: eine Herausforderung für die Informatik".

Vor 25 Jahren, am 20. November 1973, fand in Karlsruhe die konstituierende Sitzung des Fakultätentags Informatik statt. Sechs Jahre zuvor hatte es erste Ansätze für die Einrichtung eines neues Studienganges gegeben. Industrie, Hochschulen und Wissenschaften empfanden es als Mangel, daß trotz der raschen technischen Entwicklung in der Informationsverarbeitung die Studienvoraussetzungen an deutschen Hochschulen fehlten, zumal in den USA bereits Universitäten die junge Wissenschaft "Computer Science" anboten.

1969 forderte das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft die Kultusministerien der Länder auf, Vorschläge zur Einrichtung von Forschungsgruppen einzubringen. Für mehrere Hochschulen, unter anderem für Karlsruhe, wurde über die Vorwegfinanzierung neuer Forschungsgruppen beraten. Um die Studienregelungen zu vereinheitlichen, wandte sich die Westdeutsche Rektorenkonferenz an einige Fakultätentage mit der Bitte, eine Rahmenprüfungsordnung für Informatik vorzuschlagen.


14 "Mitglieder" nahmen schließlich 1973 an der Gründungssitzung des Fakultätentags Informatik teil: Aachen, Berlin, Bonn, Braunschweig, Darmstadt, Dortmund, Erlangen, Hamburg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kiel, München, Saarbrücken und Stuttgart. Der neue Studiengang erhielt den Namen "Informatik". Diese Bezeichnung trat bereits 1957 auf, damals als Titel eines Aufsatzes des Karlsruher Professors Karl Steinbuch "Informatik: Automatische Informationsverarbeitung". Nahezu zeitgleich wurde die neue Studienrichtung an Hochschulen in allen Bundesländern aufgebaut. Doch es sollte noch neun Jahre dauern, bis die Westdeutsche Rektorenkonferenz die Akkreditierung des Fakultätentags aussprach. Die etablierten Fachrichtungen taten sich nicht leicht, die neue Fakultät, die weder eine Natur- noch eine Ingenieurwissenschaft ist und auch nicht der Mathematik zugeordnet werden kann, zu akzeptieren.

Im Laufe der Zeit nahm die Zahl der Mitglieder (darunter auch drei studentische Vertreter) des Fakultätentags Informatik weiter zu; sie stieg auf heute 34 Mitgliedsfachbereiche. Zehn Gastfachbereiche bieten einen Diplom-Studiengang Informatik an. Auch weitere Hochschulen, die Hochschulrektorenkonferenz, andere Fakultätentage wie Elektrotechnik, Informatik-Fachgesellschaften oder der Arbeitskreis Frauen in der Informatik nehmen als ständige Gäste teil.

Die Fakultätentage der deutschen Universitäten - insgesamt hat die Hochschulrektorenkonferenz 16 akkreditiert - sind die überregionalen Organisationen der Fachbereiche an den Universitäten und der ihnen gleichgestellten Hochschulen. Hier beraten die Mitglieder fachbezogen die gemeinsamen Themen in Forschung und Lehre und stimmen sie aufeinander ab. Der Fakultätentag Informatik setzt sich beispielsweise dafür ein, das Informatikstudium weiterzuentwickeln. Wichtig ist den Mitgliedern, dafür zu sorgen, daß die Diplom-Studiengänge an den Mitgliedshochschulen vergleichbar sind. Er gibt Empfehlungen zu Randbedingungen und zur Struktur des Studienganges, verfaßt im Bedarfsfall auch Resolutionen und Protestnoten. Der Fakultätentag kann in der Plenarversammlung Kommissionen einsetzen, die sich zum Beispiel mit Themen wie "Informatik in der Schule" oder informatikverwandten Studieneinrichtungen auseinandersetzen.

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar:

http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi125.html
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