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Über 7.000 deutsche Hochschullehrer an ausländische Hochschulen vermittelt

16.11.1998 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Im Laufe von 30 Jahren hat die "Vermittlungs-stelle für deutsche Wissenschaftler im Ausland im DAAD" insgesamt über 7.000 deut-sche Wissenschaftler aller Fachrichtungen für mehrere Monate oder Jahre zu Lehr- und Forschungsaufenthalten an ausländische Hochschulen in aller Welt vermittelt. Am 17. November tritt der von der Vermittlungsstelle eingesetzte Fachgutachterausschuß, dem namhafte deutsche Hochschullehrer angehören, zu seiner 100. Sitzung zusammen. Auf der ganzen Welt waren deutsche Wissenschaftler im Einsatz: Beispielsweise als Jurist in Südafrika, der den Versöhnungsprozeß nach dem Ende des Apartheidregimes beratend begleitet, als Musikethnologe in Nepal, der an der Universität Katmandu die neuere Forschung über die einheimische Musik etabliert, als Erdbebenforscher in Kenia, einem Land, das bislang über keine einheimischen Seismologen verfügt, als Wirtschaftswissen-schaftler in Rußland oder als Meeresforscher im Süden Chiles, der bei der wirtschaftlich sinnvollen Nutzung der Fischgründe mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die meisten der über 1.100 Langzeit- und rund 6.000 Kurzzeitdozenten wurden mit entwick-lungsrelevanten Forschungsprojekten an asiatische, afrikanische und lateinamerikanische Hochschulen vermittelt. Danach folgt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs seit Ende der 80er Jahre Mittel- und Osteuropa mit geistes- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkten.

Das Programm ist in dreierlei Hinsicht bemerkenswert: Qualitativ und quantitativ ermöglicht es eine beachtliche und langfristige, weltweite wissenschaftliche Kooperation. Es verfolgt dabei sowohl hochschul- als auch kultur- und entwicklungspolitische Ziele. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Selbstverwaltungsorganen aus dem Hoch-schulbereich (HRK, DFG, DAAD) und den zuständigen Ministerien, welche die Mittel bereit-stellen (AA, BMBF, BMZ). Auch die Länder leisten ihren Beitrag, indem sie z.B. über die Beurlaubung von Hochschullehrern, Rückgliederungsmöglichkeiten etc. zu befinden haben. Diese erfolgreiche Arbeit der Vermittlungsstelle ist seit drei Jahrzehnten ein Beleg für die internationale Aufgeschlossenheit und das Engagement deutscher Hochschullehrer und die reibungslose Kooperation wichtiger öffentlicher Wissenschaftseinrichtungen.
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