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Neue Professorinnen und Professoren an der Universität zu Köln

19.11.1998 - (idw) Universität zu Köln

Universität zu Köln

Presse- und Informationsstelle
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199/98

Dr. Claudius Armbruster, bisher Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, ist zum Universitätsprofessor C 3 im Romanischen Seminar ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Romanischen Seminars ernannt worden.

Professor Armbruster wurde 1952 in Lörrach geboren. Er studierte in Frankfurt am Main, México und Aix-Marseille die Fächer Romanistik, Germanistik, Sozialwissenschaft und Philosophie. Nach Tätigkeiten an der Universität Frankfurt war Professor Armbruster von 1978 bis 1980 in Nancy/Frankreich als DAAD-Lektor tätig. 1982 promovierte er mit einer Arbeit über "Das Werk Alejo Carpentiers". Von 1982 bis 1988 war er als DAAD-Lektor und Professor an der Bundesuniversität von Pernambuco in Recife/Brasilien und als Leiter des dortigen deutsch-brasilianischen Kulturinstituts tätig. 1997 habilitierte er sich mit der Arbeit "Jorge Amados - Brasilianische Literatur im Zeichen ethnischer, kultureller und narrativer Synthese" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im gleichen Jahr lehrte und forschte er sowohl an der Universität Frankfurt als auch an der Kölner Universität über iberoromanische Literatur- und Medienwissenschaft. Zu den Hauptforschungsgebieten Professor Armbrusters gehören die Iberoromanische Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft Brasiliens, Portugals, Lateinamerikas und Spaniens.

Universitätsprofessor Dr. Raimond Below ist zum Universitätsprofessor C 3 für Mikropaläontologie und Paläoökologie im Geologischen Institut in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Below wurde 1954 in Oberkassel geboren. Er studierte in Bonn die Fächer Geologie und Paläontologie. 1979 erfolgte seine Promotion an der Universität Bonn. 1987 habilitiert er sich für Paläontologie und historische Geologie, Nach einer Lehrstuhlvertretung für Paläontologie und Geologie am Institut für Geologie der Ruhruniversität Bochum war er von 1991 bis 1996 als Heisenberg-Stipendiat an der Rijksuniversiteit Utrecht, The Netherlands Research School of Sedimentary Geology tätig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Evolution der Einzeller, die Taxonomie der Dinophyta, die die Org.Matter-Faziesanalyse, die Phytoplankton-Stratigraphie des Mesozoikums und Känozoikums, die Mikrofossilerhaltung in Konservat-Lagerstätten, die Paläoklimare-konstruktion und die Erdgeschichte des Jura/Kreise-Zeitalters.

Universitätsprofessor Dr. Peter Blumenthal, bisher Universität Stuttgart, ist zum Universitätsprofessor C 4 im Romanischen Semi-nar der Philosophischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Blumenthal wurde 1945 in Eckenhagen in Nordrhein-Westfalen geboren. Er studierte in Bonn, Köln, Aix-en-Provence und Padua/Italien die Fächer Romanistik, Geschichte und Allgemeine Sprachwissenschaft. 1969 promovierte er an der Universität Bonn. Nach Lehraufenthalten an der Universität von Toulouse-Le Mirail, Köln und als Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Padua habilitierte er sich 1978 in Köln. Nach Lehrstuhlvertretungen in Hamburg, Freiburg und Köln folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Romanische Philologie in Erlangen. 1987 übernahm er die Mitherausgabe der Zeitschrift für französische Sprache und Literatur. Ein Jahr später folgte er einem Ruf der Universität Stuttgart. 1989 erfolgte seine Wahl zum 2. Vorsitzenden des Deutschen Romanistenverbandes und seine Berufung zum Fachgutachter für Procope (Programme de Coopération Scientifique) Im November 1990 übernahm er eine Gastprofessur an der Wirtschaftshochschule °Arhus. 1991 wurde er zum Dekan der Philosophischen Fakultät gewählt. Einen Ruf der Universität Gießen lehnte er 1992 ab. 1993 wurde er zum Direktor des Sprachenzentrums der Universität Stuttgart ernannt. 1996 wählte man Professor Blumenthal zum stellvertretenden Vorsitzenden des Fachausschusses Sprachwissenschaften der DFG. Zu seinen Hauptforschungsaufgaben gehören Syntax, Semantik, Lexikographie romanischer Sprachen und Textlingustik. Professor Blumenthal ist Gutachter für Romanistik und Linguistik in mehren Forschungsgremien, unter anderem in der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Professor Dr. Axel Freimuth, bisher Universität Karlsruhe, ist zum Universitätsprofessor C 4 für Materialphysik am II. Physikalischen Institut der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Freimuth wurde 1957 in Duisburg geboren. Er studierte in Köln Physik. 1989 promovierte er an der Kölner Universität mit dem Thema "Über die Transporteigenschaften valenzinstabiler Verbindungen". 1994 habilitierte er sich mit der Habilitationsschrift "Transporteigenschaften im gemischten Zustand der Hochtemperatur-Supraleiter". Nach Lehrstuhlvertretungen am Institut für Angewandte Physik der Kölner Universität war er von 1996 bis 1997 als Professor für Physik am Physikalischen Institut der Universität Karlsruhe tätig. Hier erreichte ihn der Ruf der Kölner Universität. Zu den Hauptforschungsgebieten Professor Freimuths gehören innerhalb der Festkörperphysik die Supraleitung, der Magnetismus und die elektronisch hochkorrelierten Materialien.

Dr. Manfred Groten ist zum Universitätsprofessor C 3 im Historischen Seminar der Philosophischen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Groten wurde 1949 in Hemmerden (heute Stadt Grevenbroich) geboren. Er studierte in Köln die Fächer Geschichte, Anglistik, Mittellatein, Kunstgeschichte und Archäologie. 1977 promovierte er mit einer Arbeit über Prioren und Domkapitel von Köln. Von 1977 bis 1979 war er als Archivreferendar des Landes Nordrhein-Westfalens tätig und besuchte die Archivschule Marburg, wo er die archivarische Staatsprüfung ablegte. Seit 1979 war Professor Groten beim Historischen Archiv der Stadt Köln beschäftigt, seit 1994 als Archivdirektor und stellvertretender Dienststellenleiter. 1991 habilitierte er sich in Köln für Mittlere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Verfassungsgeschichte, Kirchengeschichte, Geistesgeschichte des Hochmittelalters, Stadtgeschichte, rheinische Landeskunde und Hilfswissenschaften.

Dr. Barbara Koch-Priewe, bisher Universität Marburg, ist zur Universitätsprofessorin C 3 im Seminar für Pädagogik, Abteilung Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig wurde sie zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt.

Professorin Koch-Priewe wurde 1950 in Marburg geboren. Sie studierte an der Universität ihrer Heimatstadt die Fächer Psychologie, Erziehungswissenschaft und Soziologie. 1985 promovierte sie an der Universität Marburg mit dem Thema "Subjektive didaktische Theorien von Lehrern". Diese Arbeit erhielt eine Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistung. 1997 erfolgte ihre Habilitation zum Thema "Die schulpädagogisch-didaktische Professionalisierung in Schulentwicklungsprozessen". Nach verschiedenen Tätigkeiten an wissenschaftlichen Projekten und am Oberstufen-Kolleg an der Universität Bielefeld übernahm sie 1995 die Vertretung einer C 4-Professur für Allgemeine Pädagogik und für Schulpädagogik an der Gesamthochschule Kassel. Zwei Jahre später folgte die Vertretung einer Professur für Allgemeine Didaktik an der Universität Marburg. Hier erreichte sie der Ruf der Kölner Universität. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die wissenspsychologische Professionsforschung am Beispiel des Lehrerberufs, die Schulentwicklungsforschung, die humanistische Pädagogik und die pädagogische Geschlechterforschung. Professorin Koch-Priewe in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DgfE), Mitglied einer Kommission, die 1996 ein "Positionspapier zur Reform der gymnasialen Oberstufe" und einer weiteren Kommission, die 1997 die "Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung" veröffentlicht hat.


Dr. Stefan Muckel, bisher Ruhr-Universität Bochum, ist zum Universitätsprofessor C 4 für Öffentliches Recht und Kirchenrecht im Institut für Kirchenrecht und rheinische Kirchenrechtsgeschichte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Muckel wurde 1961 in Eschweiler/Rheinland geboren. Er studierte in Köln Rechtswissenschaft. 1989 promovierte er mit einer Arbeit zum Thema "Kriterien des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes bei Gesetzesänderungen". 1996 erfolgte seine Habilitation für die Fächer Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Kirchenrecht. Das Thema seiner Habilitationsschrift lautete "Religiöse Freiheit und staatliche Letztentscheidung - Die verfassungsrechtlichen Garantien religiöser Freiheit unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen". Nach einer Lehrstuhlvertretung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel folgte er einem Ruf der Ruhr-Universität Bochum auf eine C 3-Professur. Hier erreichte ihn der Ruf der Kölner Universität. Professor Muckel ist Mitglied des Beirates der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft. Er ist seit 1998 Mitglied der Justizprüfungsämter bei den Oberlandesgerichten Düsseldorf und Hamm und Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission bei der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören das Staats- und Verwaltungsrecht, das Kirchenrecht und das Sozialrecht.

Dr. Markus Vinzent, bisher Universität Berlin, ist zum Universitätsprofessor C 4 für Evangelische Theologie und ihre Didaktik im Seminar für Theologie und ihre Didaktik der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden. Gleichzeitig ist er zum Vorstandsmitglied des Seminars ernannt worden.

Professor Vinzent wurde 1959 in Saarbrücken geboren. Er studierte in Eichstätt, Paris und München die Fächer Philosophie, Theologie, Judaistik, Alte Geschichte und Vorderasiatische Archäologie. In den Jahren 1984 bis 1991 war er als Pfarrer und Religionslehrer tätig. Von 1993 bis 1995 hielt er sich als Senior Research Fellow am King's College/Cambridge in England auf. Daran Anschließend war er bis 1997 als Wissenschaftler an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, davon seit 1996 bis 1998 als Privatdozent an der Humboldt-Universität Berlin tätig. Während einer Lehrstuhlvertretung in Mainz erreichte ihn der Ruf der Kölner Universität. 1991 promovierte Professor Vinzent an der Universität München mit der Dissertation "Asterius von Kappadokien, die theologischen Fragmente. Einleitung, kritischer Text, Übersetzung und Kommentar". 1995 erfolgte seine Habilitation an der Universität Heidelberg mit der Habilitationsschrift "Pseudo-Athanasius, contra Arianos IV. Eine Schrift gegen Eusebianer und Markellianer" und dem Habilitationsvortrag "Flikken in mittlen Dingen. Zu den Anfängen der Humburger Oper, 1678". Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören die Theologiegeschichte mit kulturgeschichtlichen Schwerpunkten (Spätantike, Reformationszeit, Aufklärung, Zeitgeschichte), besonders der Berührung mit den angrenzenden Gebieten der Philosophie-, Musik- und Kunstge-schichte, Philologie und Orientalistik. In der Öffentlichkeit ist er vor allem durch sein internationales und interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Geschichte des frühen Christentums am King's College Cambridge/England und durch sein internationales und interdisziplinäres Editionsprojekt von Contra Iulianum des Kyrill von Alexandrien bekannt geworden.

Universitätsprofessorin Dr. Barbara Wichelhaus hat eine C 4-Professur für Heilpädagogische Kunsterziehung/Pädagogische Kunsttherapie an der Heilpädagogischen Fakultät übernommen. Sie ist Vorstandsmitglied des Seminars für Musische Erziehung in der Heilpädagogik.

Professorin Wichelhaus wurde 1941 in Penzberg in Oberbayern geboren. Sie studierte in Essen, Münster, München und Köln die Fächer Pädagogik, Kunstpädagogik, Psychologie und Semiotik. 1978 promovierte sie an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Köln im Hauptfach Kunsterziehung mit den Nebenfächern Psychologie sowie Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik. Nach Lehraufträgen in Köln und Duisburg habilitierte sie sich 1987 und erhielt die venia legendi für Kunstwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Pädagogischen Kunsttherapie. Professorin Wichelhaus ist als gewähltes Mitglied in zahlreichen akademischen Ämtern tätig, so zum Beispiel im Konvent, im Graduiertenausschuß und im Bafögausschuß der Universität. Zu ihren Hauptforschungsgebieten gehören die Kunsttherapie, die Kunstpädagogik, die Kinderzeichnung und die Semiotik. In der Öffentlichkeit ist sie vor allem durch zahlreiche regionale und überregionale Ausstellungen sowie eigene künstlerische Tätigkeiten aber auch durch ihre Mitwirkung an Tagungen und Kongressen und ihre kuratorischen Tätigkeiten bekannt geworden. Professorin Wichelhaus ist Herausgeberin der kunstpädagogischen Zeitschrift "Kunst und Unterricht" und Mitherausgeberin einer Schulbuchreihe für den Kunstunterricht. Darüber hinaus ist sie im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift "Kunst-, Mu-sik- und Tanztherapie" tätig. Sie ist Gründerin und Leiterin eines Archivs für Kinder- und Jugendbildnerei, das sich seit 1991 an der Kölner Universität befindet.


Verantwortlich: Anneliese Odenthal

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