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Fraunhofer trifft Wirtschaft

25.11.1998 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Zwölf baden-württembergische Fraunhofer-Institute stellen zwischen dem 8. und 9. Dezember auf der Stuttgarter Messe "Wirtschaft trifft Wissenschaft" Lösungen für Industrie und Mittelstand vor. Die Institute beteiligen sich an allen vier Themenfeldern "Biotechnologie und Gentechnik", "Produktionstechnik und Neue Materialien", "Informations- und Kommunikationstechnik" und "Umwelt und Energie". Auf über 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigen sie neueste Prototypen und Highlights der Materialforschung, der Komponenten- und Systementwicklung sowie ein umfangreiches Dienstleistungsangebot.

Licht und Wärme spielen dabei eine ganz besondere Rolle. So stellt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF weiß strahlende Leuchtdioden vor. Der Vorteil dieser Dioden ist, daß sie sich im Gegensatz zu Glühbirnen nicht erhitzen und daher wesentlich weniger Strom als herkömmliche Lampen verbrauchen. Darüber hinaus haben sie eine Lebensdauer von rund 100 000 Stunden; das entspricht elfeinhalb Jahre Dauerbetrieb. (Halle 5.0, Stand 196).

Stuttgart-Premiere hat eine entspiegelte Fresnel-Linse für Overhead-Projektoren. Das Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme ISE hat ein lithographisches Verfahren zur Anwendungsreife gebracht, mit dem Glas- und Kunststoffoberflächen effizient und preisgünstig entspiegelt werden können. Die Forscher haben hier von der Natur gelernt und sich für die Mikrostrukturierung von Oberflächen an dem biologischen Vorbild des Mottenauges orientiert. (Halle 5.0, Stand 080). Zudem zeigt das ISE industrietaugliche Hochleistungs-solarzellen für Handies. Diese haben einen Wirkungsgrad von über 20 Prozent und lassen den Ärger mit leeren Batterien der Vergangenheit angehören. (Halle 4.0, Stand 001).

Diagnostik mit Licht ist ein weiteres Highlight in Stuttgart. Im Themenbereich "Biotechnologie und Gentechnik" zeigen die Fraunhofer-Forscher neueste Geräteentwicklungen für die Bioanalytik. Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Serologie sowie die chemotherapeutische Tumorbehandlung. Weitere Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit dienen der Medizintechnik und der Pharmaindustrie. (Halle 4.0, Stand 400).

Daß für die Fraunhofer-Gesellschaft kein Thema zu heiß ist, davon kann man sich auf dem Themenstand "Produktionstechnik und neue Materialien" überzeugen. Hier werden Werkstückträger aus kohlenstoffaserverstärktem Kohlenstoff (CFC) gezeigt, die bei Temperaturen von 1 000°C eine ca. um den Faktor 20 höhere Festigkeit als hitzebeständiger Stahl besitzen. Diese eignen sich daher besonders als Material für Vorrichtungen und Halterungen in Hochtemperaturprozessen. Darüber hinaus stehen in Stuttgart verschiedene Verfahren der Meß- und Prüftechnik im Mittelpunkt. Das Spektrum reicht von der Materialprüfung mit Ultraschall, über die berührungslose Füllstandsmessung mit Elektroden bis hin zur Entfernungsmessung per Laser. (Halle 5.0; Stand 080).

Im Zentrum der Fraunhofer-Forschung stehen dabei stets der Mensch und die menschengerechte Gestaltung der Technik. Insbesondere um die Mobilität von Behinderten zu gewährleisten hat das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB Komponenten zur Fahrerunterstützung entwickelt. Mittels einer Kamera und Rechnerunterstützung kann das Fahrzeug Fahrmanöver weitgehend autonom durchführen. Trotzdem kann der Fahrer das Steuer jederzeit selbst in die Hand nehmen und die Fahrsituation bestimmen. (Halle 5.0, Stand 196).
Technik ist aber nicht alles. Ob und wie sich eine Entwicklung für ein Unternehmen auszahlt, ermitteln Experten der Fraunhofer-Institute in detaillierten Studien. Darüber hinaus untersuchen sie in umfangreichen Analysen Techniktrends und deren Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft. Sie liefern auf diese Weise Orientierungshilfen und lassen Potentiale erkennen.
Die Fraunhofer-Gesellschaft in Baden-Württemberg repräsentiert einen betrieblichen Umsatz von über 330 Millionen DM. Sie beschäftigt hier rund 1 600 Mitarbeiter an 13 Instituten. Standorte sind in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Wertheim, Pfinztal und Wintersweiler. Die Fraunhofer-Gesellschaft versteht sich als Partner insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Phys. Gerhard Samulat
Telefon 07 21/68 09-1 00, Telefax 07 21/68 09-1 76
Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48, D-76139 Karlsruhe
email: sam@isi.fhg.de


Fax-Antwort
Faxnummer: 07 21/68 09-1 76


Fraunhofer-Presserundgang mit Kaffee und Kuchen

am 8. Dezember 1998
zur Messe "Wirtschaft trifft Wissenschaft"


Tourenverlauf:

14:00 Uhr
Treffen auf dem Fraunhofer-Stand "Umwelt und Energie", Halle 4.0, Stand 001

14:20 Uhr

Halle 4.0, Stand 400, "Biotechnologie"

14:40 Uhr
Halle 5.0, Stand 196, "Informations- und Kommunikationssysteme"

15:00 Uhr
Halle 5.0, Stand 080, "Produktionstechnik und neue Materialien"
Kaffee und Kuchen satt!

* nehme/n teil
* nehme/n nicht teil

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