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Eröffnung des neuen MultiMedia-Labors der Eberhard-Karls-Universität

27.11.1998 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Die virtuelle Uni öffnet ihre Türen

Eröffnung des neuen MultiMedia-Labors der Eberhard-Karls-Universität

Studieren via Internet, Videokonferenzen mit Wissenschaftlern in anderen Kontinenten, Diskussionsforen am heimischen Computer? Eingeschrieben an der virtuellen Universität? An der Tübinger Eberhard-Karls-Universität sind solche Szenarien nicht mehr utopisch. Die Universität ist aufgebrochen in die Zukunft, trägt dem wachsenden Einfluß neuer Medien in der Informationsgesellschaft Rechnung. In wenigen Monaten ist in ehemaligen Seminarräumen des Neuphilologicums das MultiMedia-Labor entstanden. Als Produktions-, Lehr- und Übungszentrum für mediengestütztes Lernen, Kommunizieren und Arbeiten wurde das MultiMedia-Labor geplant, ein Zentrum, das "Neue Medien" und neue Interaktionsformen im akademischen Leben nutzbar macht. Jetzt ist die Einrichtung des Labors abgeschlossen, die Spendertafel montiert. Am kommenden Donnerstag, 3. Dezember, wird das neue Servicezentrum offiziell eingeweiht.
Der Idee MultiMedia-Labor liegt eine einfache Überlegung zugrunde: Der Einsatz von multimedialen Techniken in Forschung und Lehre wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Ziele des MM-Labors sind klar gesetzt: Zunächst einmal will das neue Dienstleistungszentrum herausfinden, wo welches Medium auf welche Art am effektivsten eingesetzt werden kann. Goethes Faust dem Studenten über das Internet nahe zu bringen, macht keinen Sinn, wirtschaftswissenschaftliche Planspiele über das Netz zu veranstalten dagegen schon. Das MultiMedia-Labor bündelt Fachkompetenz und Wissen über Lehr- und Lerntechniken und verknüpft dies mit Know-how zur technischen Umsetzung - die fachlichen Inhalte werden medial aufbereitet. Der Name "Labor" ist dabei durchaus Programm: Neue Wege der Informationsvermittlung sollen ausgetestet, die Rezeption des medialen Lernens evaluiert werden.
Wie kann der Inhalt einer Chemie-Vorlesung im Netz verständlich aufbereitet, können Resultate einer soziologischen Studie visualisiert werden? Wie muß der Dozent Lerninhalte auf der Webseite präsentieren, damit der Student einen optimalen Lernerfolg hat? Das MultiMedia-Labor hilft Lehrenden und Projektgruppen bei diesen Fragen. Die Produktion von medialen Dokumenten und Tele-Teaching-Einheiten unterstützt das MM-Labor durch die Bereitstellung von Hardware und technischer Ausrüstung: Einen digitalen Video-Schnittplatz, einen Audio-Schnittplatz, Kameras, Animations-Software und Arbeitsplätze in Chat- und Seminarraum hält der neue mediale Knotenpunkt der Universität bereit. Die kleinen Räume des Labors bergen Technik im Wert von über 200 000 Mark. Finanziert werden konnte die neue zentrale Einheit der Universität dank Zuschüssen von Landesgirokasse, Kreissparkasse und dem Unibund.
Die Angebote des Labors werden bereits rege genutzt: Erste größere Veranstaltungen haben in den neu eingerichteten Räumen stattgefunden, acht Gruppen sind für das "VirtuGrade"-Programm gemeldet, das Graduiertenkollegs virtuell durchführt. Im Sommer wird das erste virtuelle Graduiertenkolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft "Wissenserwerb und Wissensaustausch mit den neuen Medien" beginnen. Mathematikprofessor Rainer Nagel bietet bereits im zweiten Semester ein reines Internet-Seminar an. Studenten in Japan, Mexiko, in den USA lösen dort gemeinsam mathematische Probleme. E-mail-Kontakte und Diskussionsforen überbrücken alle geographischen Distanzen, die Tele-Uni ist ein Stück Wirklichkeit geworden.

Am kommenden Donnerstag, 3. Dezember, wird das MultiMedia-Labor im Neuphilologicum um 11 Uhr mit Grußworten von Rektor Hans-Werner Ludwig und Vertretern der Landesgirokasse und der Kreissparkasse offiziell eröffnet. Der Sprecher des virtuellen Graduiertenkollegs, Professor Friedrich Hesse, wird das Projekt "VirtuGrade" und seine Ziele vorstellen. Außerdem werden Möglichkeiten und Chancen von Multimedia in Lehre und Forschung demonstriert: Chemieprofessor Günter Gauglitz führt den bereits erfolgreich angewandten Spektroskopie-Simulator vor, Professor Uwe Mönnich erläutert multimediale Wege der Informationserschließung. Im Anschluß an die offizielle Eröffnung gibt es Kostproben aus dem multimedialen Repertoire des neuen Dienstleistungszentrums.

Vertreter der Medien sind zu der Eröffnung herzlich eingeladen.

Nähere Informationen im Internet-Angebot des MultiMedia-Labors:

http://www.mm-lab.uni-tuebingen.de

Ansprechpartner für das MultiMedia-Labor:

Hajo Dezelski
MultiMedia-Labor, Universität Tübingen, Wilhelmstraße 5, 72074 Tübingen
Tel.: 07071/ 29-77822 oder Tel.: 07071/ 29-76792
e-mail: dezelski@uni-tuebingen.de
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