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Hochschul-Angehörige zählen auf Solidarität der Region

10.11.1998 - (idw) Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven

Die Fachhochschule Oldenburg muß erhalten bleiben

Hochschul-Angehörige zählen auf Solidarität der Region

Die Fachhochschule Oldenburg spricht sich eindeutig gegen die Fusionsplanungen der Regierung aus und fordert die Durchführung des Kooperationsvertrages ein! Auf gestern kurzfristig einberufenen Vollversammlungen in Oldenburg und Elsfleth haben sich die Angehörigen der Hochschule darauf geeinigt, nachhaltig gegen die zum 01.01.2000 angesetzte Fusion mit den Fachhochschulen Ostfriesland und Wilhelmshaven vorzugehen.

Das Kooperationsabkommen, das bis zum Jahre 2002 Gültigkeit haben sollte, beinhaltet ein jährliches Einsparpotential von knapp einer Million Mark. Das von der Regierung jetzt angekündigte Einsparpotential von 2,5 Millionen Mark jährlich, welches durch die Fusion erzielt werden soll, entbehrt einer realistischen - oder jedenfalls erkennbaren - Grundlage.

Große Befürchtungen bestehen seitens der Fachhochschule Oldenburg darin, daß die Zusammenlegung der drei Fachhochschulen zur "Fachhochschule Nordwestniedersachsen" mit Leitungssitz in Emden zu einer Vernachlässigung des Fachhochschulstandortes Oldenburg führt.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Fachhochschule Oldenburg engagiert und erfolgreich für einen räumlichen Ausbau des Standortes und für eine Erweiterung und Diversifizierung des Studienangebotes eingesetzt. So wurde die Zahl der Studierenden und der Studiengänge in den vergangenen acht Jahren mehr als verdoppelt. Diese stetige, positive Entwicklung ist gefährdet, wenn Oldenburg in Zukunft als einer - der kleinste - von drei Standorten angesehen wird.

Ebenfalls gefährdet ist die Attraktivität des Standortes Oldenburg bei einer übergeordneten Fachhochschule Nordwestniedersachsen mit "Standort Emden" für potentielle Studierende: Eindeutige Untersuchungen beweisen, daß eine Identifikation mit dem Studienort eine große Rolle bei der Wahl der Hochschule spielt. Außerdem würden die Studierenden in Zukunft auf wichtige Serviceleistungen vor Ort verzichten und dafür den Weg nach Emden antreten müssen - auf eigene Kosten.

Die Hochschulangehörigen verweisen zudem auf die jüngsten Erfahrungen und Entwicklungen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Hier wurden erstmals Fachhochschulen mit mehreren Standorten vor Jahren zu einer großen Fachhochschule zusammen gelegt. Diese werden jetzt mit großem finanziellen Aufwand wieder dezentralisiert, da sich die Zentralisierung als nicht erfolgreich und praktikabel erwiesen hat.

Die Angehörigen der Fachhochschule Oldenburg zählen in ihren Bemühungen, die Fusion zu verhindern, auf die Solidarität und Unterstützung der regionalen Kammern, Verbände, der Politik und Wirtschaft sowie der Oldenburger Bevölkerung.
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