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Großunternehmen der deutschen Politikwissenschaft zum Abschluß gelangt: "Lexikon der Politik"

06.12.1998 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke würdigt Forschungsleistungen in den Sozial- und Geisteswissenschaften - Herausgeber Prof. Dr. Dieter Nohlen: Zehn Jahre Forschungsarbeit, 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt

Mit dem Erscheinen des siebten und letzten Bandes des "Lexikons der Politik", das von dem Heidelberger Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dieter Nohlen herausgegeben wird, ist ein Großunternehmen der deutschen Politikwissenschaft zum Abschluß gelangt. Bei einer Feierstunde im Institut für Politische Wissenschaft würdigte der Rektor der Universität Heidelberg, Professor Dr. Jürgen Siebke, die enorme Forschungs- und Koordinationsleistung, die hinter diesem repräsentativen Werk steckt.

Siebke wertete das Lexikonunternehmen zugleich als den besten Beweis für die Leistungsfähigkeit der Geistes- und Sozialwissenschaften, die im Vergleich mit den Naturwissenschaften häufig nicht die gebührende Anerkennung finde. Es sei wichtig, daß die Öffentlichkeit Kenntnis erlange von den in den Geistes- und Sozialwissenschaften erbrachten Leistungen, nicht zuletzt deshalb, weil davon die öffentliche Förderungsbereitschaft dieser Disziplinen abhänge.

Zu der Feierstunde hatten sich neben dem Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät, Professor Dr. Volker Sellin, und dem Direktor des Instituts für Politische Wissenschaft, Professor Dr. Klaus von Beyme, auch zahlreiche Heidelberger Wissenschaftler eingefunden, die an dem Werk mitgewirkt haben. Professor Nohlen erinnerte daran, daß das Vorhaben zehn Jahre Forschungsarbeit in Anspruch genommen, daß die Deutsche Forschungsgemeinschaft dankenswerterweise erhebliche Mittel bereitgestellt habe und daß insgesamt etwa 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Abfassung der Manuskripte beteiligt gewesen seien. Er dankte allen, die sich um das Werk verdient gemacht haben, vor allem den Kolleginnen und Kollegen, die für die Herausgabe der einzelnen Bände mitverantwortlich zeichnen, und seinen Kollegen am Institut. Nohlen hob hervor, ohne "die gedeihliche Arbeitsatmosphäre bei den Politologen" wäre die Durchführung eines derartigen Langzeitprojekts nicht möglich gewesen.

Wer die Bände zur Hand nimmt, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier ein Standardwerk geschaffen wurde, das sowohl für die Wissenschaft als auch für die politisch interessierte Öffentlichkeit von außerordentlichem Nutzen ist. Das Lexikon der Politik informiert grundlegend über alle wichtigen politischen Sachfragen und bilanziert die Ergebnisse der internationalen Forschung in sämtlichen Teilgebieten der Politischen Wissenschaft. Es ist untergliedert nach "Politische Theorien", "Politikwissenschaftliche Methoden", "Die westlichen Länder", "Die östlichen und südlichen Länder", "Die Europäische Union", "Internationale Beziehungen" und "Politische Begriffe". Während die ersten sechs Bände handbuchartige Beiträge enthalten und jeweils für sich eine geschlossene Einheit bilden, ist der jüngst publizierte Schlußband (Politische Begriffe) ein "Lexikon im Lexikon", das mit seinen über 1100 Stichwörtern nicht nur schnelle Grundinformationen liefert, sondern durch seine Vernetzung mit den anderen Bänden zugleich einen systematischen Zugang zum Gesamtwerk eröffnet.

Man wünscht dem vom Beck Verlag in Leinen ausgestatteten Werk eine weite Verbreitung. Freilich wird es sich angesichts des stattlichen Preises der einzelnen Bände kaum im Bücherregal vieler Studenten wiederfinden. Der Verlag sollte also baldigst eine Taschenbuchausgabe nachschieben.

Rückfragen bitte an:

Prof. Dr. Dieter Nohlen
Institut für Politische Wissenschaft, Universität Heidelberg
Tel. 06221 542885, Fax 542897

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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