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Lebensqualität von Älteren verbessern

14.12.1998 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Der Anteil von Senioren an der Weltbevölkerung steigt ständig. Die World Health Organization (WHO) rechnet damit, daß es im Jahr 2020 über eine Milliarde Menschen auf der Erde gibt, die 60 Jahre oder älter sind. Das stellt Mediziner, Psychologen und Altersforscher vor große Herausforderungen. Die Kernfrage lautet: "Was können wir gemeinsam tun, um ein Leben im Alter so angenehm wie möglich zu gestalten". Um dies zu erörtern, treffen sich vom 16. bis 18. Dezember auf Schloß Dagstuhl bei Saarbrücken führende Altersforscher aus den Vereinigten Staaten und Deutschland zu dem Workshop "Ältere - ihre Gesundheit und Handlungsfähigkeit".

13 Spezialisten aus den USA, neun Fachleute aus Deutschland, ein Experte aus Belgien sowie 20 Nachwuchswissenschaftler beteiligen sich an dem zweieinhalbtägigen Workshop. Sie beschäftigen sich mit den Themen Demographische Trends, Telemedizin und Entwicklungen in der Zukunft wie Telecare und Sozialpolitik. Daneben gibt es Vorträge über technische Möglichkeiten, mit deren Hilfe körperliche Gebrechen gemildert werden. Das können Bewegungs- oder Erinnerungshilfen sein, aber auch Überwachungssensoren, die Alarm geben, wenn Alleinstehende in ihrer Wohnung stürzen.

In den Beiträgen geht es um Technologien, die ein unabhängiges Leben im Alter gewährleisten sollen. Und darum, wie solche Leistungen finanziert werden können. Ziel des Workshops ist es, zukunftsweisende Strategien zu entwickeln, die die Lebensqualität von Älteren verbessern und die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zu festigen.

Organisiert wird der transdisziplinäre Workshop von Prof. Dr. Klaus Gersonde, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert und von Prof. Dr. Denise Park, Leiterin des Center for Applied Cognitive Research on Aging, University of Michigan, USA. Das Deutsch-Amerikanische Akademische Konzil DAAK übernimmt die Finanzierung. Die Stiftung wurde 1992 gegründet und fördert die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus beiden Ländern.

Der Workshop ist der erste von insgesamt fünf geplanten Konferenzen zur gerontologischen Forschung in Deutschland und den USA. Begleitet wird das Projekt seit 1996 von der Fraunhofer Management Gesellschaft mbH (FhM). Die Ergebnisse des Workshops werden in einem Tagungsband veröffentlicht.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Gersonde
Telefon 0 68 94/9 80-1 00, Telefax 0 68 94/9 80-1 10
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT
Ensheimer Straße 48, D-66386 St. Ingbert
email: gersonde@ibmt.fhg.de
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