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"Technologie in Partnerschaft"

14.12.1998 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 141 / 14. Dezember 1998 / mea


"Technologie in Partnerschaft"
Universität im Landesgewerbeamt mit neuen Exponaten vertreten


Die Universität Karlsruhe ist ab sofort mit zwei neuen Posterausstellungen auf der ständigen Technologie-Transfer-Ausstellung "Technologie in Partnerschaft - Forschung, Innovation und Transfer in der Technologieregion Karlsruhe" im Landesgewerbeamt vertreten. Es geht dabei sowohl um Werkstoffprüfungen und Schadensanalysen sowie um digitale Karten zur Visualisierung der Schadstoffbelastung im städtischen Umfeld.

Die Posterausstellung des Instituts für Werkstoffkunde I zeigt, inwieweit das Institut für Industriepartner umfangreiche Werkstoff- und Bauteilprüfungen sowie Schadensanalysen vornehmen kann. Auf den Postern sind einige Beispiele aus Schadensanalysen dargestellt sowie die Prüfmaschinen des Instituts. Das Institut verfügt neben Standardprüfeinrichtungen wie Härtemeßgeräte und Zugprüfmaschinen über voll instrumentierte Kriech- und Relaxationseinrichtungen und mehrere Hydropulsprüfstände für zyklische Belastungen, mit denen auch komplexe thermomechanische Prüfungen möglich sind. In der röntgenographischen Abteilung werden Eigenspannungen und Phasenteile in Metallen, Keramiken und Beschichtungen ermittelt.

Die digitalen Karten entstanden bei einem Gemeinschaftsprojekt der Institute für Petrographie und Geochemie, für Geographie und Geoökologie sowie für Photogrammetrie und Fernerkundung. Auf den Postern werden der Entwicklungsprozeß sowie Anwendungsbeispiele solcher Karten dargestellt, auf denen die Schadstoffbelastung in der Umgebung der Stadt Karlsruhe erkennbar wird. Die Karten basieren auf einer luftbilddatengestützten Analyse urbaner Umweltbedingungen und können eine wichtige Grundlage für eine ökologisch orientierte Stadtplanung bilden.

Die Luftbilder entstanden bei zwei Erkundungsflügen im Sommer 1997. Beim ersten Flug wurden die Bilder mit einem sogenannten Multispektralscanner aufgenommen. Dadurch wurden digitale Daten erzeugt, die Auskunft über die Rückstrahlung, die Wärmeabstrahlung und über die Form der einzelnen Stadtbausteine (Gebäude, Verkehrswege, Grünflächen) geben. Der Laserscanner, der beim zweiten Flug zum Einsatz kam, hatte die Aufgabe, die Höhe aller erfaßten Objekte auf 20 Zentimeter genau aufzunehmen, um damit ein dreidimensionales "Bild" der Stadt zu erzeugen.

Dies ermöglichte es zum Beispiel, ein mit Teerpappe gedecktes Flachdach von einem geteerten Hof zu unterscheiden.

Die beiden Luftbilddatensätze wurden an den beteiligten Instituten mit Hilfe eines Computers weiter be- und verarbeitet, um ihren Informationsgehalt interpretieren und ausschöpfen zu können. Zur Darstellung der Daten wurde zunächst eine Kartengrundlage erstellt, die die einzelnen Stadtbausteine kenntlich macht, also aufzeigt, an welcher Stelle sich ein Gebäude, eine Straße, ein Park bis hin zu einem einzelnen Baum befindet, und zwar in einem 1 m x 1 m Raster. Wird diese Karte mit unterschiedlichen Daten über Flächeneigenschaften des Testgebietes verknüpft, entstehen thematische Karten. Sie geben zum Beispiel Auskunft über die Schadstoffbelastung an verschiedenen städtischen Standorten oder darüber, in welchem Umfang Regenwasser auf einer Fläche versickern kann bzw. über die Kanalisation abgeführt werden muß, oder aber ob noch ungenutzte Möglichkeiten für die weitere Anlage von Grünflächen existieren, zum Beispiel in Form einer Dachbegrünung.

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar:

http://www.uni-karlsruhe.de/Uni/Verwaltung/Pressestelle/pi141.html
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