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25000 Zugriffe pro Monat auf die Forschungsdatenbank der Universität Heidelberg

14.12.1998 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Zur Zeit enthält die Datenbank 150 Institutsbeschreibungen und 1500 Projekte - Wo sonst findet man die Forschung der Universität Heidelberg im Netz?

www.uni-heidelberg.de: Wer diese Buchstaben in die Internet-Adreßzeile seines Rechners gibt, dem öffnen sich 40 000 Seiten aus der Universität Heidelberg, Tendenz: drastisch steigend. Was man heute feststellt, ist morgen schon überholt. Wir wollen trotzdem versuchen, die kreative Baustelle zu beschreiben. Da man nicht durch Surfen allein die richtigen Stellen finden würde, fragten wir mit konventioneller Post alle Institute, Zentralen Einrichtungen und Kliniken: "Wie sieht Ihr Forschungsangebot im world wide web derzeit aus?" Die Reaktion sprengte alle Erwartungen.

Den größten Aha-Effekt löste ein Geisteswissenschaftler aus: Dieter Hagedorn, Professor für Papyrologie. Wir hatten vermutet, zuerst aus dem Neuenheimer Feld oder vom Philosophenweg elektronische Post zu bekommen. Aber kaum war der Briefträger zurück, da flimmerte aus der Grabengasse 3 nicht nur die schnellste, sondern auch inhaltlich überraschendste Meldung auf den Schirm: Das Institut für Papyrologie stelle im www papyrologische Arbeitsmittel zur Verfügung, einmal das "Heidelberger Gesamtverzeichnis der griechischen Papyrusurkunden Ägyptens" (www.rzuser.uni-heidelberg.de/~gv0/gvz.html), zum anderen "Griechische Papyri der Heidelberger Papyrussammlung" als digitalisierte Abbildungen (www.rzuser.uni-heidelberg.de/~gv0/Papyri/P.Heid._Uebersicht.html). Dazu mailte uns der Papyrologe eine kurze Beschreibung seiner Datenbank von mehr als 35 000 Datensätzen und den Kommentar: "Auf graphische Attraktivität legen wir keinen Wert, sondern nur auf den Nutzen für die Forschung." Nun, das Angebot braucht sich nicht zu verstecken. Wunderschöne Papyri erscheinen auf dem Bildschirm, ausgefranst und zerfressen, nachdenklich stimmende Botschaften aus einer vergessenen Welt, selbst für Laien ein Gewinn, so zum Beispiel ...Papyri/VBP_II/001/VBP_II_1_(150).html.

21 000 gezählte "offizielle" www-Seiten der Universität Heidelberg gibt Michael Hebgen vom Uni-Rechenzentrum (URZ) als Untergrenze an. Hinzu kommen die zentrale Forschungsdatenbank auf dem Server der Verwaltung und Archive, zum Beispiel der preprint-Server der Physik, von dem man Texte auf den Bildschirm holen kann, bevor sie gedruckt in einer Zeitschrift erscheinen. Wieviel von dem Gesamtangebot ausschließlich Forschung zum Inhalt hat, kann selbst Hebgen nicht sagen. Umfangreiche Forschungsinformationen bieten nach seiner Beobachtung die Theoretische Physik, die Hochenergiephysik und das Wissenschaftliche Rechnen an. Verbunden sind, nebenbei bemerkt, die Einrichtungen der Universität durch ein 70 Kilometer langes Hochgeschwindigkeitsnetz, an dem etwa 10 000 Rechner hängen. Mit der Außenwelt kommuniziert das Glasfasernetz 155 Megabit pro Sekunde schnell. Das entspricht, bildlich gesprochen, drei Bibeln mit je fünf Millionen Zeichen.

Wie kommt ein Nutzer an die gewaltige Menge von Informationen heran, vor allem, wenn er nach Forschung sucht? Er klickt auf der homepage der Universität (www.uni-heidelberg.de) die Zeile "Wissenschaft: Forschungsprojekte..." an und hat an einer der ersten Stellen die zentrale Forschungsdatenbank der Universitäts-Verwaltung vor sich, neben Dozentenbibliographie, Drittmitteln, EU-Forschungsförderung und dem Magazin "Ruperto Carola". Weiterhin findet er die Graduiertenkollegs, Informationen zur Forschungsförderung, die Stabsstelle Klinische Forschung, Messebeteiligungen, Sonderforschungsbereiche und vieles mehr.

Viele tausend Nutzer pro Tag sehen sich bei der Universität nach Informationen um. Die Statistik gibt Auskunft, wie häufig nachgefragt wurde. Spitzenreiter ist meist das Akademische Auslandsamt mit 40 000 Zugriffen pro Monat - ein Zeichen dafür, wie attraktiv die Universität Heidelberg für Ausländer ist -, gefolgt von der Forschungsdatenbank mit 25 000. Insgesamt enthält die Forschungsdatenbank zur Zeit 150 Institutsbeschreibungen und rund 1500 Projekte.

Beim Surfen sticht ins Auge, daß die meisten Forschungsseiten textbezogen aufgebaut sind und auf Bildelemente verzichten. Weite Bereiche der Naturwissenschaften beschreiben ihre Arbeit präzise und ohne Ablenkung, so wie es auch der übergeordneten strategischen Planung entspricht. Denn vor zwei Jahren formulierte eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz des damaligen Prorektors Jörg Hüfner Kommunikationsstrategie, Richtlinien, Kompetenzzuweisungen und vieles mehr für die Selbstdarstellung der Universität Heidelberg auf dem Netz. Bei der homepage der Universität wurde klar darauf geachtet, daß keine "Flaschenhälse" entstehen, also solche zentralen Seiten, bei denen Bilder den Zugang blockieren - speziell vor dem Hintergrund starker Nutzung aus Übersee.

Hier ein paar Tips für Surfer: Universitätsbibliothek (www.ub.uni-heidelberg.de) - Epigraphische Datenbank mit Inschriften des römischen Reichs (www.uni-heidelberg.de/institute /sonst/adw/edh) - "Virtual Office for History, Theory, and Ethics in Medicine" (www.uni-heidelberg.de/institute/fak5/igm/g47/Bauer.htm ) - Computerunterstützte Ausbildung in der Medizin (www.hyg.uni-heidelberg.de) - Teleradiologie (www.rzuser.uni-heidelberg.de/ ~n17/anarad.html) - Psychologische Forschung (www.psychologie.uni-heidelberg.de/ - Video "Real time images of living cells" (www.nbio.uni-heidelberg.de/Groups/WWW_ Gerdes/Video.html - "Eisgruppe" der Umweltphysik (www.uphys.uni-heidelberg.de/glacis/ e_homepage.html) - Virtuelles Heidelberg, ein digitales Geländemodell mit Gebäuden der Altstadt und des Neuenheimer Feldes (www.geog.uni-heidelberg.de/vrml/).

Rückfragen bitte an:

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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