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Neue Ausgabe des Jahrbuchs Wechselwirkungen

16.12.1998 - (idw) Universität Stuttgart

Neue Ausgabe des Jahrbuchs Wechselwirkungen:
Vielseitiges Forschungsspektrum

Einen Ausschnitt aus dem vielseitigen Forschungsspektrum zeigt das Jahrbuch 1997/98 "Wechselwirkungen" der Universität Stuttgart, das sich erstmals in einem neuen, dem CI-Konzept der Uni angepaßten, grafischen Outfit präsentiert. "Wie wollen wir im Alter wohnen?" hat die Stuttgarter Architektin Sibylle Heeg ihren Beitrag in diesem Heft überschrieben. Anschaulich formuliert sie aus gerontologischer und umweltpsychologischer Sicht Anforderungen an Wohnungen für alte Menschen, die ein Leben in sozialer Eingebundenheit, gesicherter Privatsphäre, jedoch ohne sinnlose Beschränkungen ermöglichen.

Im Zuge des Klimaschutzes und der Reduktion von CO2-Emissionen gewinnen regenerative Energien und darunter die Wasserkraft an Bedeutung. Eine besondere Stellung nimmt dabei der Anteil von Kleinwasserkraft ein, da Neuanlagen mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt installiert und stillgelegte Anlagen reaktiviert werden können. Die Stuttgarter Strömungsmechaniker Eberhard Göde und Albert Ruprecht beschreiben, unter welchen Bedingungen kleine Wasserkraftanlagen wirtschaftlich und umweltschonend arbeiten.

Um ein verbreitetes, jedoch häufig unter den Teppich gekehrtes Phänomen, den Alkoholkonsum, geht es in einem Beitrag von Peter Schlottke, der an der Universität Stuttgart Psychologie lehrt. Um "Rauschmittel und Straßenverkehr" geht es in seinem Artikel, in dem er aus klinisch-verkehrspsycholo-gischer Sicht Mechanismen des Rauschmittelkonsums beurteilt.

"Ferne Mentalitäten im Dialog" - Unter dieser Überschrift macht Rainer Schönhaar Vorschläge zum Umgang mit Literatur im Deutschunterricht und der Dozentenfortbildung an Hochschulen in Ostasien. Schönhaar lehrt und forscht an der Universität Stuttgart und an Hochschulen in der Schweiz, Österreich, den USA und China insbesondere neuere deutsche Literatur, Vergleichende Literaturwissenschaft, Musiktheater und interkulturelle Germanistik.

Die intensive Nutzung von Flüssen und Seen als Energieträger, Schiffahrtsstraßen, Wasserlieferanten für Produktion und Kraftwerkskühlung, für die Trinkwasserversorgung und nicht zuletzt für Freizeit und Erholung und die dafür notwendigen Ausbaumaßnahmen beeinflussen massiv deren Wasser-, Stoff- und Energiehaushalt. Technische Eingriffe, etwa am Oberrhein, dem Neckar, dem Main und der Donau, haben mitunter Störungen im natürlichen Feststoffgehalt ausgelöst, die Gegenmaßnahmen erfordern. Was die Wasserwirtschaft tun kann, um den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Oberflächengewässer zu sichern, erläutert Bernhard Westrich vom Institut für Wasserbau.

Funktionsweise und Anwendungsgebiete der Lockin-Thermographie, eines zerstörungsfreien und berührungslosen Prüfverfahrens, erläutern Datong Wu und Gerhard Busse vom Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde. Das Verfahren spricht auf Temperaturmodulationen an und kann so Fehler im oberflächennahen Bereich von Bauteilen erfassen und bildhaft darstellen. Die Tiefenreichweite ist durch die Modulationsfrequenz bestimmt. Besonders geeignet ist die Lockin-Thermographie zur Qualitätssicherung von Schichtwerkstoffen und flächenartigen Strukturen.

Um die Sinnfälligkeit von Stellteilen, einem alten Problem bei der Lenkung und Steuerung von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten, geht es in einem Beitrag von Hartmut Seeger und seinem Team vom Lehrgebiet Technisches Design. Die Autoren, die die Sinnfälligkeit hier als Übereinstimmung von Stellrichtung und Wirkungsrichtung definieren, geben dazu Bespiele aus der Technikgeschichte und entwickeln an aktuellen Beispielen, vom Steuerstand einer Fähre bis zur Fahrplatzinstrumentierung eines Pkws, aktuelle Lösungen.

Bevor ein neues Arzneimittel zugelassen wird, muß es viele Prüfungen durchlaufen: Von der Wirkstoffprüfung reicht dies über Toxizität, Mutagenität, das bedeutet, ob die Verbindung Veränderungen der Erbsubstanz hervorruft, Cancerogenität bis zur Teragenität, der Prüfung, ob der Wirkstoff keimschädigend wirkt. Wenn der Wirkstoff diese Tests bestanden hat, muß geklärt werden, wie er physiologisch umgesetzt, also zu welchen Stoffwechselprodukten er im Körper umgewandelt wird. Zum Humanstoffwechsel pharmakologischer Wirkstoffe stellt Peter Fischer vom Institut für Organische Chemie NMR-Studien (NMR = Nuclear Magnetic Resonance) vor.

Die aktuelle Ausgabe kann bei der Pressestelle der Uni Stuttgart angefordert werden:

Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart, Fax 0711/121-2188,
e-mail: presse@uni-stuttgart.de
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