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Weidmüller-Preis 1998

16.12.1998 - (idw) Fachhochschule Bielefeld

Uta Feldmann und Carsten Link erhalten Auszeichnung

Uta Feldmann, Studentin des Europäischen Studienganges Management (E.S.M.) am Fachbereich Wirtschaft, und Carsten Link, Student im Studiengang European Mechanical Engineering Studies (EMES) am Fachbereich Maschinenbau, sind die Preisträger der Fachhochschule (FH) Bielefeld, die den Weidmüller-Preis 1998 erhalten. Die mit jeweils 8 000 Mark verbundene Auszeichnung nehmen heute der Vorstandsvorsitzende der Weidmüller-Stiftung, Peter Gläsel, und der Rektor der FH Bielefeld, Professor Dr. Heinrich Ostholt, im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) in Bielefeld vor. Mit dem 1995 ins Leben gerufenen Preis, der einmal jährlich vergeben wird, unterstützt die Weidmüller-Stiftung mit Sitz in Detmold besonders förderungswürdige Studierende, die ein Fachpraktikum oder ein Studium im Ausland anstreben. In diesem Jahr hat die Jury zum vierten Mal zwei Preisträger ermittelt, die sich neben kurzer Studiendauer, überdurchschnittlichen Leistungen und guten Fremdsprachenkenntnissen auszeichnen und sich durch ein überzeugendes Persönlichkeitsbild empfehlen.

Uta Feldmann aus Minden ist seit dem Sommersemester 1997 an der FH Bielefeld eingeschrieben. Bereits nach ihrem Abitur sammelte die heute 25jährige gebürtige Bad Oeynhausenerin erste Auslandserfahrungen vor ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau an der Sparkasse Minden-Lübbecke in Bristol/United Kingdom. Seit September studiert Uta Feldmann für zwei Studien- und ein Praxissemester an der University of Luton, U.K.. Sie befaßt sich in dieser Studienphase mit internationalen/europäischen Rechts- und Steuerfragen und legt das Schwergewicht ihrer Studien auf den Bereich Rechnungswesen. Uta Feldmann arbeitet aktiv in dem von Studierenden des Fachbereichs Wirtschaft gegründeten Arbeitskreis "mmp marketing- und management praxis e.V." und gehört dem Marketing-Club an. Nach Abschluß ihres Auslandsstudiums wird der Preisträgerin das "Europäische Diplom in Betriebswirtschaft und Management" verliehen, ein Zertifikat, das vor 11 Jahren von der Universität Valenciennes/ Frankreich und der FH Bielefeld geschaffen wurde und heute von neun europäischen Hochschulen einmal im Jahr in einer großen Feierstunde verliehen wird.

Carsten Link (26) aus Gütersloh ist der zweite diesjährige Preisträger. Er studiert im 5. Semester im EMES-Studiengang mit den Schwerpunkten Akustik, Finite Elemente Methode und CAD. Nach Abitur und der Ausbildung zum Industriemechaniker in der Fachrichtung Maschinenbau und Sytemtechnik im Unternehmen Miele in Gütersloh startete Carsten Link im Wintersemester 1995/96 in das Maschinenbaustudium der FH Bielefeld, das er durch die Ableistung des Wehrdienstes bei dem Stabs- und Fernmeldebataillon in Coesfeld unterbrechen mußte. Der Preisträger, der Lesen und Radfahren als Hobbys angibt, will im April nächsten Jahres an der University of Manitoba in Winnipeg/ Kanada studieren und ein Industriepraktikum absolvieren. Carsten Link sieht sein späteres Berufsfeld entweder im Bereich CAD - Rapid Prototyping oder im Vertrieb, da er sehr gerne mit Menschen Umgang pflegt.

"Ein Auslandsaufenthalt führt in der Regel zu einer erheblichen Bereicherung für die individuelle Entwicklung junger Menschen und der intensive Kontakt mit fremden Kulturen und Denkweisen", betonte Professor Dr. Wilhelm Valder als Auslandsbeauftragter des Fachbereichs Wirtschaft in seiner Laudatio anläßlich der Preisverleihung, "dient der Entwicklung und Festigung der eigenen Persönlichkeit". Die neben der hohen fachlichen Kompetenz immer wichtiger werdenden sogenannten "extrafunktionalen Fähigkeiten" oder auch Schlüsselqualifikationen wie Anpassungsfähigkeit ohne Aufgabe der eigenen Persönlichkeit, Offenheit für Neues und Anderes, Durchsetzungsfähigkeit, Flexibilität und Zusammenarbeit mit Menschen anderer Vorbildung und Herkunft sind notwendig, um sich in einem fremden Kulturkreis zurechtzufinden und zu behaupten. "Ein Studium in einer fremden Kultur", so von Dr. Valder an die Preisträger gerichtet, "verlangt die Einstellung auf das Neue. Will ich erfolgreich sein, muß ich die Fähigkeit entwickeln, den Kontakt mit Menschen zu entwickeln, die ich nicht kenne. Offenheit und Sensibilität gegenüber einer anderen Denkweise und Mentalität verbunden mit einem hohen Grad an Toleranz werden von den Studierenden verlangt, um sich mit fremden Ansichten und Lebensgewohnheiten zu arrangieren. Flexibilität und interkulturelle Integrationsfähigkeit sind unter Beweis zu stellen. Studierende, die einen Auslandsaufenthalt erfolgreich absolviert haben, sind selbstbewußter, stabiler und offener geworden. Ängste und Bedenken vor weiteren Einsätzen im Ausland haben sie abgelegt."


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