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Zentrales Hochschul-Institut soll Unternehmerfähigkeiten fördern

18.12.1998 - (idw) Fachhochschule Bochum

Gründerprofessur für die FH Bochum ist ausgeschrieben

Denken und Handeln wie ein Unternehmer. Das sollen möglichst viele Studentinnen und Studenten der FH Bochum gleich vom ersten Semester ihres Studiums an lernen. Dies ist die Vision, nach der die Hochschule für Technik und Wirtschaft ein in Deutschland einmaliges Modell erarbeitet hat: Das Institut für Kompetenzentwicklung, kurz IZK.
Sowohl die Fachhochschule als auch das Land Nordrhein-Westfalen sehen die Einrichtung des IZK als ein Reformvorhaben mit Beispielcharakter und ein Projekt, das auch bundesweit "Schule machen" könnte. Deshalb will das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Transport und Verkehr das IZK über zwei Jahre mit 250.000 DM fördern, das Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung stellt 300.000 Mark zur Verfügung. Das Finanzvolumen für die ersten beiden Startjahre des IZK wird auf 1,1 Millionen DM geschätzt; davon erbringt die Hochschule die Hälfte.

Auf drei Feldern soll das IZK, das seine Aktivitäten nach Vorstellung des FH-Rektors und Personalmanagement-Experten Prof. Dr. Martin Grote zum Sommersemester 1999 aufnehmen soll, fachbereichsübergreifend tätig sein: Es soll das Gründerpotential von Studierenden und Hochschulabsolventen stärken, es soll Schlüsselqualifikationen vermitteln und den Praxisbezug im Studium fördern. Außerdem soll es zur Professionalität des wissenschaftlichen Lehrens an der Fachhochschule Bochum beitragen.
Nicht alle Studierenden der FH sind zum Unternehmer geboren. Wohl aber benötigen alle für ihren späteren Beruf Fähigkeiten, die auch ein Unternehmer haben soll:
- Methodische Kompetenzen zur Bewältigung und Optimierung ihrer Arbeit,
- soziale und kommunikative Kompetenzen für den Umgang mit Menschen,
- Fremdsprachen und interkulturelles Wissen für einen sensiblen Umgang mit Menschen anderer Kulturen
- und Fähigkeiten, anwendungsorientiert zu lernen.

Natürlich können nicht nur Studierende von solchen Schlüsselqualifikationen profitieren. Deshalb soll das IZK seine Dienstleistungen in den Bereichen Lehre, Weiterbildung und Beratung auch den Lehrenden der Hochschule und Externen anbieten. In Lehre und Weiterbildung soll es Lernmodule anbieten, die je nach Bedarf auf unterschiedliche Nutzergruppen zugeschnitten sein können.

Geleitet werden soll das IZK durch eine Professorin oder einen Professor, der oder die sich inhaltlich und strukturell mit Fragen zum Thema Unternehmensgründung (Entrepreneurship) befassen wird. Diese auf fünf Jahre angelegte Professorenstelle konnte im November ausgeschrieben werden. Zwei weitere Professorenstellen und drei weitere Mitarbeiter sollen in den weiteren Entwicklungsphasen des Instituts die Leistungspotentiale des IZK ergänzen.
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